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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nSTILL LIFE Komödie Großbritannien 2013Kinost
 art. 4. September 2013\n92 MinutenFSK: ab 12 Jahren\; feiertagsfreiFBW - P
 rädikat: besonders wertvollRegie/Buch/Produktion: Uberto Pasolini    Kamer
 a: Stefano Falivene    Musik: Rachel Portman    Schnitt: Tracy Granger\, G
 avin Buckley    Darsteller: Eddie Marsan (John May)\, Joanne Froggatt (Kel
 ly)\, Karen Drury (Mary)\, Neil D'Souza (Shakti)\, Andrew Buchan (Council 
 Manager)\, Michael Elkin\, David Shaw ParkerVerleih: Piffl Medien\nKatholi
 sche Filmkritik: Kinotipp August 2014  Jury der evangelischen Filmarbeit: 
 Film des Monats September \nFilmhomepage\, Programmkino.de\, Filmgazette\,
  Pressespiegel\, Pressestimmen \nKurzkritik FilmdienstEin Angestellter des
  Londoner Sozialamtes widmet sich hingebungsvoll seiner Aufgabe\, Angehöri
 ge und Bekannte von Menschen aufzuspüren\, die einsam gestorben sind. Er s
 chreibt einfühlsame Reden\, organisiert die Beerdigung und kümmert sich um
  die letzten Dinge. Doch dann wird seine Abteilung aufgelöst und er verlie
 rt seinen Job. Ein letzter Fall bleibt ihm noch\, in den er sich mit aller
  Energie stürzt. Doch je mehr er den Spuren des fremden Lebens folgt\, des
 to mehr Distanz bekommt er zu einem eigenen. Eine liebevolle\, hervorragen
 d gespielte Komödie\, die dem ernsten Thema gesellschaftlicher Vereinsamun
 g mit britischem Humor\, vor allem aber mit großer Einfühlsamkeit begegnet
 .Sehenswert ab 14.\nTrailer:{youtube}Ip8xK6Xq4ec{/youtube}\nOriginal-Trail
 er mit deutschen Untertiteln:{youtube}6AoUB3tBGsc{/youtube}\n \nausführlic
 he Kritik FilmdienstJohn May ist kein Mann der großen Taten. Aber er hat e
 in großes Herz\, auch für Menschen\, die bereits das Zeitliche gesegnet ha
 ben. Mit ihnen beschäftigt er sich als Angestellter der Londoner Sozialbeh
 örde von Berufs wegen. Insbesondere mit den ganz armen Teufeln\, die ohne 
 einen geliebten Menschen allein aus dem Leben scheiden. Nachdem May sich i
 n deren Wohnungen umgesehen und alles\, was als Hinweis dienen könnte\, ei
 ngesteckt hat\, legt er eine Akte an. Eine Weile sucht er Hinterbliebene: 
 Familienmitglieder\, ehemalige Lebenspartner\, alte Freunde\, einstige Sch
 ulkameraden\, Kindern\, die nicht selten im Zwist von den Eltern weggezoge
 n sind. Manchmal wird May fündig. Oft allerdings bleiben seine Bemühungen 
 ohne Erfolg. Dann ist May neben Pfarrer\, Rabbi oder Imam der Einzige\, de
 r am Grab steht. Mehr noch: Er ist – und da führt er seinen Job dann doch 
 weit über dessen Beschreibung hinaus aus – derjenige\, der die Beerdigung 
 organisiert\, gestaltet und die Grabreden schreibt: Wer zum Ende seines Le
 bens bei John May landet\, dem geht es in diesem Film richtig gut. \nDemen
 tsprechend echt britisch und liebenswürdig humorvoll beginnt der nach „Spi
 el der Träume zweite Film von Uberto Pasolini. Mit einer im Stakkato gehal
 tenen Reihe von Bestattungen reiht er sich schon eingangs in einen Kanon e
 inschlägiger britischer Komödien ein\, die wie etwa in „Vier Hochzeiten un
 d ein Todesfall“\, „Sterben für Anfänger“ \, „Lang lebe Ned Devine!“ oder 
 „Grasgeflüster“ein ausgesprochenes Flair für schwarzen Humor\, aber auch f
 ür die unabdingbaren britischen Seiten des Seins offenbaren. Gleichzeitig 
 erinnert der Film aber auch an Yôjirô Takitas „Nokan – Die Kunst des Auskl
 angs“.Angestoßen wird die Handlung\, als auch bei der Sozialbehörde der Gü
 rtel enger geschnallt werden muss. Das Amt wird reorganisiert. Ein jung-dy
 namischer Mr. Pratchett taucht in Mays Büro auf und führt aus\, dass bei f
 ehlenden Hinterbliebenen Bestattungen eigentlich überflüssig seien. In sol
 chen Fällen soll die Asche fortan formlos auf einem Friedhof verstreut wer
 den. Dass es eventuell eine zweite Wahrheit gibt und Menschen eventuell ei
 ne Seele haben\, die es schätzt\, anständig verabschiedet zu werden\, steh
 t auf einem anderen Blatt.Aber es geht hier ja eigentlich auch gar nicht u
 m die Toten\, sondern um May\, authentisch gespielt vom bisher eher auf Ne
 benrollen spezialisierten Eddie Marsan. May ist ein typischer Engländer: S
 tets korrekt in Auftreten und Erscheinung\, verlässt er Tag für Tag zur gl
 eichen Zeit seine winzige Sozialwohnung\, geht den immer gleichen Weg zur 
 Arbeit und verschwindet\, die Kollegen freundlich grüßend\, im Keller zwis
 chen riesigen Archivregalen. Das hat umso mehr etwas Kafkaeskes\, als May 
 nach Arbeitsschluss zuhause die Fotos seiner „Kunden“ in ein Album klebt\,
  was ihn als ebenso einsamen Zeitgenossen ausweist wie diejenigen\, um die
  er sich kümmert. Doch dann erhält May die Kündigung. Unverzüglich und nic
 ht anzufechten\; seinen Job erledigt fortan eine Kollegin. Nur drei Tage w
 erden ihm gewährt\, um seine letzten Fälle abzuschließen und das Büro aufz
 uräumen. Darunter geht ihm der Fall eines Mannes ungefähr seines Alters be
 sonders ans Herz\, der in einer Wohnung direkt gegenüber von John May wohn
 te\, mit dem er aber sein ganzes Leben lang kein einziges Wort gewechselt 
 hat. Also macht er sich auf die Suche nach dessen Angehörigen\, um dem Tot
 en zu einer gebührend Beerdigung zu verhelfen. Und findet tatsächlich Sauf
 kumpane\, eine ehemalige Liebe und eine von Joanne Froggatt ganz wunderbar
  gespielte Tochter. Es ist ein einzigartiges Universum\, in das Uberto Pas
 olini die Zuschauer entführt. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas abwe
 gig erscheinen mag: Die Vereinsamung\, auf welche der Film in liebenswürdi
 g-verschmitzter Weise aufmerksam macht\, ist ein topaktuelles\, gesellscha
 ftliches Thema. Irene Genhart\, FILMDIENST 2014/18 https://www.kino-achtei
 nhalb.de/home/archiv/event/235-mr-may-und-das-flüstern-der-ewigkeit.html
DTSTART:20140912T183000Z
DTEND:20140912T203000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/235-mr-may-und-das-fl
 üstern-der-ewigkeit.html
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