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DESCRIPTION:In Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten 
 / Gedenkstätte Bergen BelsenEintritt: freiDeutschland/Spanien 2011Kinostar
 t: 17. Mai 201292 MinutenFSK: ab 12\; fFBW: besonders wertvoll  Regie/Buch
 : Maggie Peren     Kamera: Armin Franzen    Musik: Carolin Heiß\, Marc-Sid
 ney Müller    Schnitt: Simon Blasi    Verleih: movienet über 24 Bilder\, S
 cope (CS)Filmfest München 2011 (Bernhard Wicki Friedenspreis Die Brücke)
 Darsteller: Sabine Timoteo (Nathalie)\, Álex González (José)\, Dami Adeeri
  (Mamadou)\, Hubert Koundé (Zola)\,  Friedrich Mücke (Paul)\, Nathalie Poz
 a (Carla)\, Alba Alonso (Marielle)\, Mikel Martín (Juan)\, Esosa Omo (Mona
 ma)Filmhomepage\, alle Daten zum Film auf Filmportal  Pressespiegel  Schul
 e: Kinofenster\, Sehpferdchen\, Vision Kino \nKurzkritik Filmdienst\nEine 
 deutsche Touristin macht Urlaub auf den Kanaren\, als am Strand afrikanisc
 he Flüchtlinge angespült werden. Viele sind tot\; Überlebende werden von d
 er Polizei in ein Lager gebracht. Die Urlauberin will einem der Afrikaner 
 helfen\, während ein spanischer Grenzpolizist für die Abschiebungen sorgt.
  Ein mitunter konstruiertes\, gleichwohl spannendes Drama\, das drei Schic
 ksale verbindet\, die unterschiedliche Perspektiven auf die Flüchtlingsthe
 matik eröffnen. Der komplexe globale Kontext bleibt durch die Fokussierung
  auf Einzelschicksale ausgespart. - Ab 14.\nTrailer:{youtube}-HtZavzlmXg{/
 youtube}ARD KinoKino Filmtipp:{youtube}h2sRzAlgWdU{/youtube}ZFF Filmtipp:{
 youtube}GXhQ1bM-rLw{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\n Alles kö
 nnte so schön sein: Die anrollenden Wellen der Brandung\, die kleine Erfri
 schung im Meer\, während die kanarische Sonne auf Strand und Nathalie heru
 nter brennt. Die schlanke\, man könnte auch sagen modisch abgemagerte Frau
  macht Urlaub. Abends chattet sie mit ihrem notorisch überbeschäftigten Fr
 eund Paul per Laptop. Nathalie ist zwar dünn und einsam\, doch sie hat all
 es – vor allem eine Zukunft\, von der sie gerade eine Pause macht. Doch wa
 s sie an diesem gleißenden Tag zu sehen bekommt\, als sie nach einigen Tau
 chstößen wieder in die erdrückende Hitze auftaucht\, ist kein Postkartenmo
 tiv. Völlig erschöpfte Afrikaner liegen um ein gestrandetes Ruderboot heru
 m\, einige bewegen sich nicht mehr\, ein Vater bittet um Wasser für seinen
  Sohn. Nathalie will helfen\, rennt los\, um noch mehr Wasser zu holen. Do
 ch als sie zurückkommt\, sind Rettungssanitäter und Polizisten da\, die ih
 r verbieten\, den Erschöpften zu helfen\, und die die wenigen Überlebenden
  in ein von Stacheldraht umzäuntes Lager bringen. Worum es in Maggie Peren
 s multiperspektivisch beleuchteter Geschichte geht\, ist ein Clash der ers
 ten und der dritten Welt. Es geht um die Sicherung des Wohlstands auf der 
 einen und um die des Lebens auf der anderen Seite des Ozeans. José ist ein
 er der spanischen Grenzpolizisten\, die hartherzig Stempel zur Abschiebung
  auf Dokumente drücken. Die Herkunft zählt für eine Aufenthaltserlaubnis: 
 Senegal oder Kongo\, das ist entscheidend. Dabei ist José selbst vom Schic
 ksal geschlagen. Seine Schwester ist einer Sucht verfallen\, die aus einem
  Gefühl des Überdrusses entstanden sein muss. Statt ihr die Nadel in die a
 usgefransten Venen zu stechen\, setzt José ihren teuren Schuss Heroin wort
 wörtlich in den Sand und ändert seine Telefonnummer. Die eigene Schwester 
 wird für José zum Abschiebe-Fall.Drei Schicksale werden erzählt: das des A
 frikaners Zola\, der seinem Sohn Mamadou eine bessere Zukunft bieten möcht
 e\, das des gnadenlosen\, nationalistischen José und das von Nathalie\, di
 e sich ihrer Liebe zu Paul nicht mehr so sicher ist\, als sie Zola zu helf
 en beginnt. Oberlehrerhaft klärt Paul sie auf\, wo die Probleme in Wahrhei
 t beginnen\; er scheint die Wurzel des Übels aus der Ferne ausgemacht zu h
 aben und deklariert Nathalies individuelle Hilfe als sinnlos. Er ist der P
 rototyp des Westlers\, der sich die eigene Hilflosigkeit in die prall gefü
 llte Tasche lügt und sich lieber abwendet\, statt etwas zu tun. Paul ist d
 ie dritte Seite der Medaille\, nicht so ungnädig wie der Abschieber Jose\,
  nicht so warmherzig und mitleidig wie Nathalie. Maggie Peren gelingt es\,
  weder „Gutmenschen“ noch Asylsuchende auf Klischees zu reduzieren. In ihr
 em Film ist nichts Schwarz und Weiß\, nichts Gut und Böse\, vor allem läss
 t sich das nicht an der Hautfarbe festmachen. Das erkennt auch Zola\, als 
 er von einem ehemaligen Flüchtling betrogen und beraubt wird. Das muss am 
 Ende auch José erkennen. Ein Boot mit 80 toten Menschen sei vor der italie
 nischen Küste gestrandet\, alle Schiffe wären zuvor vorbeigefahren\, ohne 
 zu helfen. Sie hätte angehalten\, und das sei alles\, was zählt\, sagt Jos
 é am Ende zu Nathalie. Diese Wandlung mündet allerdings in den Eindruck\, 
 dass sich Peren mit ihrem Drehbuch selbst hilfesuchend an der Hypothese en
 tlang hangelt\, dass der Zwillingsbruder einer Drogensüchtigen durch die t
 ödlichen Konsequenzen seines ignoranten Verhaltens geläutert wird. „Die Fa
 rbe des Ozeans“ ist zudem nicht so poetisch wie sein Titel\, er ist eher s
 o realistisch trocken inszeniert\, wie die Sonne in Wahrheit auf den Stran
 d knallt. Der Film gibt nicht dem Ozean seine Farbe oder dem Kino seinen G
 lanz zurück\; er gibt dem Schicksal afrikanischer Flüchtlinge ein Gesicht\
 , und das im Rahmen eines etwas konstruiert wirkenden Dramas. Spannend und
  engagiert ist dieses Porträt eines der mutigen Ozean-Überquerer\, die hie
 rzulande in der Presse nur noch als eine anonyme Anzahl von Toten erwähnt 
 werden\, dennoch. Es geht um Menschen\, die auf den Kanaren zu nah am Prob
 lem sind\, als dass eine mediale Vermittlung noch für emotionalen Abstand 
 sorgen würde\, um Menschen\, die sich angesichts des extremen Leidens ande
 rer verändern. Das rüttelt auf.    Kathrin Häger\, FILMDIENST 2012/10  \n 
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Die Farbe des Ozeans
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