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DESCRIPTION:Eintritt: frei\nSpanien 2008Kinostart: 24. Juni 201095 MinutenF
 SK: ohneProduktion: José María Morales\, Óscar Portillo    Regie/Buch: Ger
 ardo Olivares    Kamera: Alberto Moro\, Gerardo Olivares    Musik: Santi V
 ega\, Youssou N'Dour    Schnitt: Raquel Torres    Verleih: Kairos (Götting
 en)Darsteller: Illiassou Mahamadou Alzouma (Mukela)\, Aminata Kanta (Viole
 ta)\, Adoum Moussa (Buba)Seite des Filmverleihs zum Film\,  Kinozeit\, \nK
 urzkritik Filmdienst:Zwei Brüder aus dem Niger und eine junge Frau aus Mal
 i wollen ihr Glück in Europa suchen und setzen sich einer mörderischen Gew
 alttour quer durch die Sahara aus. Halbdokumentarisches Flüchtlingsdrama\,
  dessen episodenhafte Struktur mehr an exemplarischen Situationen als an e
 iner physisch-psychisch entfalteten Handlung interessiert ist. Mit Humor u
 nd selbstironischen Anklängen entfaltet sich ein 'afrikanischer' Blickwink
 el auf die Völkerwanderung in den Norden\, der im Spiegel einer extremen N
 atur von unmenschlicher Erschöpfung handelt. (O.m.d.U.) - Ab 16.\n \n{yout
 ube}4S-7UTmDFms{/youtube}\nFilmdienst auführliche Kritik:\n Es ist ein kla
 rer\, kalter Morgen in Tanger\; beim Blick aus dem Fenster kann man am Hor
 izont die spanische Küstenlinie erkennen. Doch der Katzensprung von Afrika
  nach Europa\, die lächerlichen 14 Kilometer über die Meerenge von Gibralt
 ar\, scheint just in diesem Augenblick für Buba in unendliche Ferne zu rüc
 ken. Denn die marokkanische Polizei hat das Versteck der Schwarzafrikaner 
 entdeckt und schiebt sie kurzerhand nach Algerien ab. Einmal mehr findet s
 ich der hochgewachsene Youngster aus Mali mitten im Nirgendwo wieder\, ohn
 e Nahrung oder Wasser\, nur mit dem\, was er am Körper trägt. Vor wie viel
 en Wochen er sich von seinem Bruder überreden ließ\, in Spanien sein Glück
  als talentierter Fußballer zu versuchen\, weiß er schon lange nicht mehr\
 ; Hitze und Kälte\, extreme Entbehrungen und die permanente Todesnähe habe
 n wenig mehr als den nach Norden geeichten Migrationsimpuls übrig gelassen
 \, der mit jeder Sackgasse\, jedem Widerstand noch stärker zu werden schei
 nt. Diese manisch-ausgemergelte Konzentration aufs Wesentliche lässt sich 
 durchaus nachvollziehen\, auch wenn Gerardo Olivares’ semidokumentarisches
  Flüchtlingsdrama kein Spielfilm im klassischen Sinne ist\, der ein bewege
 ndes Schicksal physisch-psychisch ausbuchstabieren würde\; es geht dem spa
 nischen Filmemacher vielmehr um die fehlenden Bilder im öffentlichen Bewus
 stsein\, das nur erschöpfte oder tote Afrikaner kennt\, die auf klapprigen
  Booten in Europa landen\, wenig bis nichts aber über die mörderische Wirk
 lichkeit der Route quer durch die Sahara. Die beginnt Tausende Kilometer w
 eiter südlich\, in Ländern wie Nigeria\, Kamerun\, Mali oder dem Niger und
  mit einer Entscheidung\, bei der alles auf eine Karte gesetzt wird. Denn 
 das Ticket ins Paradies ist nahezu unerschwinglich und kostet viele\, auch
  Bubas Bruder\, das Leben. Glücklicherweise vermeidet Olivares jede ankläg
 erische Elendsmalerei\, sondern imaginiert mit Humor\, bisweilen auch selb
 stironisch einen „afrikanischen“ Blickwinkel auf die Völkerwanderung. Das 
 hebt mit den Motiven der drei Protagonisten an – neben Buba und seinem Bru
 der auch eine junge Frau aus Mali –\, die weder Not noch Gier oder Langewe
 ile antreiben\, sondern eine Art von „pursuit of happiness“\; es setzt sic
 h in zahllosen Details fort\, die von der Kamera oft nur im Vorübergehen r
 egistriert werden\, etwa dem Schuhwerk mancher Flüchtlinge\, den zerfledde
 rten Ausweisen und (gefälschten) Dokumenten\, Bakschisch und Unterwürfigke
 it\, generell einer gewissen Zwanglosigkeit\, die auch bei extremer Gefähr
 dung nicht in stiere Verbissenheit umschlägt. Und es gipfelt in Don-Quicho
 te-haften Szenen an Landesgrenzen\, die inmitten des Sandmeeres absurde Ri
 tuale generieren oder als symbolisch-repräsentative Drohung organisierter 
 Staatsgewalt einem sadistischen Absolutismus huldigen. Unter der lose akze
 ntuierten Dramaturgie\, die den Plot ohne markante Abweichungen linear Ric
 htung Europa treibt\, leidet zwar die Spannungskurve\, wie auch die Laiend
 arsteller kaum in der Lage sind\, mehr als ihre eigenen Regungen zu verkör
 pern\; doch wenn man sich auf Olivares’ unsentimentale Erzählweise erst ei
 nmal eingelassen hat\, gewinnt das episodenhafte Puzzle eine respektable G
 röße. Am nachhaltigsten dürfte dabei die „Erfahrung“ eines halben Kontinen
 ts im Gedächtnis bleiben\, dessen unwirtliche Mitte in mannigfachen Farben
  erstrahlt\, auch wenn die Flüchtlinge für ihre Umwelt alles andere als We
 rtschätzung übrig haben. Der Zuschauer gleitet hingegen sanft den Niger hi
 nauf\, macht in Agadez Station\, dem „Tor zum Norden“\, durch das jeder mu
 ss\, der ohne gültige Papiere auf den Schleichrouten durch Libyen oder Alg
 erien gelotst wird\, verirrt sich in der Wüste der Wüsten\, der Ténéré\, d
 urchquert Geröllhalden\, Steinfelder und staubige Pisten\, bis man irgendw
 ann erstaunt registriert\, dass die Erde wieder zu grünen begonnen hat. Mi
 t dem Baedeker hat das alles nichts zu tun\, auch nicht mit bebilderter Ge
 ografie\, sondern mit purer Extension und unmenschlicher Erschöpfung sowie
  der unsichtbaren Grenze\, die Schwarzafrika vom Maghreb trennt. Wer sich 
 südlich der Sahara aufmacht\, um in den Norden zu emigrieren\, setzt sich 
 einer nihilistischen Gewalttour aus\, bei der nicht nur die horizontalen G
 renzen verschwimmen. Für Buba und das Mädchen aus Mali führt der Versuch t
 atsächlich an die spanische Küste\, wo sie sich\, verfolgt von der Guardia
  Civil\, zitternd und erschöpft hinter Bäumen verstecken. Hinter ihnen lie
 gt die Hölle\; vor ihnen ein Leben in der Illegalität\, dem alle ihre Hoff
 nungen gelten.  Josef Lederle\, FILMDIENST 2010/13  https://www.kino-achte
 inhalb.de/home/archiv/event/224-14-kilometer-auf-der-suche-nach-dem-glück.
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:14 Kilometer - Auf der Suche nach dem Glück
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