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DESCRIPTION:Eintritt: frei\nÖsterreich/Frankreich/Türkei 2008Kinostart: 13.
  August 2008114 MinutenFSK: ab 12\; fFBW: besonders wertvoll Produktion: V
 eit Heiduschka\, Margaret Ménégoz    Regie/Buch: Arash T. Riahi    Kamera:
  Michael Riebl    Musik: Karuan Marouf    Schnitt: Karina Ressler    Darst
 eller: Navid Akhavan (Ali)\, Pourya Mahyari (Merdad)\, Elika Bozorgi (Azy)
 \, SIna Saba (Arman)\, Payam Madjlessi (Hassan)\, Behi Djanati Ataï (Lale)
 \, Kamran Rad (Kian)Auszeichnungen/Preise:World Film Festival Montreal 200
 8: Golden Zenith für den besten DebütfilmZurich Film Festival 2008: Golden
  Eye für den besten ErstlingsspielfilmMax Ophüls Filmfestival / Saarbrücke
 n 2009: Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten &amp\; Interfilmpreis
 Viennale 2008: Wiener FilmpreisFestival International des jeunes realisate
 urs\, Saint Jean de Luz 2008: Beste RegieCinessonne Film Festival\, Paris 
 2008: Public Award und Student AwardFilmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2
 009: Hauptpreis Fliegender OchseTromsø Internasjonale Filmfestival 2010: P
 ublikumspreis Tromsø Audience Award.Filmhompage\, Wikipedia\, Programmkino
 .de Pressespiegel \nSchule: Bundes- Jugendfilm\, \nKurzkritik Filmdienst:E
 ine Hand voll Flüchtlinge aus Irak und Iran strandet in einem schäbigen Ho
 tel in Ankara. Das Warten auf die Ausreise nach Europa zermürbt die Mensch
 en\, auch wenn sie in der Türkei die schlimmste Repression hinter sich gel
 assen haben. Der feinfühlig inszenierte Film zeichnet lebensnahe\, zum Gro
 ßteil von Laiendarstellern gespielte Figuren\, wobei sich tragische und hu
 morvolle Szenen die Waage halten. Ein eigenwilliges Drama als exemplarisch
 er Spiegel dessen\, was sich an den Grenzen zur Europäischen Union abspiel
 t. (O.m.d.U.) - Ab 14.\n \n{youtube}60s2vYIUFhI{/youtube}\nFilmdienst aufü
 hrliche Kritik:\n An Anfang und Ende stehen Exekutionen. Doch während man 
 die politischen Gefangenen am Beginn tödlich getroffen zu Boden sinken sie
 ht\, bleibt das Bild am Ende kurz vor dem Todesmoment stehen. Es ist die l
 etzte Einstellung des Films: der Blick der Kamera ist unverwandt auf das G
 esicht des zum Tode verurteilten Protagonisten gerichtet. Ein Blick\, der 
 auf sich selbst verweist\, der schlicht und ohne größeres Pathos signalisi
 ert: Wir blicken hin\, nicht weg. Der iranisch-österreichische Filmemacher
  Arash T. Riahi erzählt in seinem ersten Kinospielfilm von Flüchtlingen au
 s Iran und Irak\, deren Schicksale sich auf dem Weg in den Westen kreuzen:
  vom Ehepaar Lale und Hassan\, das sich mit seinem kleinen Sohn Kian von e
 inem Schlepper an die iranisch-türkische Grenze führen lässt\; von Merdad 
 und seinem Freund Ali\, die Merdads Nichte Aky und deren Bruder Arman aus 
 dem Iran zu ihren in Wien lebenden Eltern bringen wollen\; vom alten irani
 schen Polit-Aktivisten Abbas und dem jungen irakischen Kurden Manu\, die s
 ich in Ankara ein schäbiges Pensionszimmer wie auch fast alles andere teil
 en. Die beiden halten sich schon länger in der türkischen Metropole auf un
 d geben Merdad\, Ali und den anderen Neuankömmlingen wertvolle Tipps\, wie
  sich das Leben als Flüchtling etwas einfacher gestalten lässt. Doch die e
 rsehnte Ausreise nach Europa können auch die beiden „alten Hasen“ nicht be
 schleunigen.Riahi zeigt\, dass es nicht zuletzt die ewige Wartestellung is
 t\, die das Flüchtlingsschicksal so zermürbend macht. Tag für Tag stehen H
 assan und die anderen vor dem UN-Gebäude\, um als Asylanten anerkannt zu w
 erden und die nötigen Papiere für die Weiterreise zu erhalten. Ohne die Bü
 rokraten hinter ihren Schreibtischen zu denunzieren\, deutet der Film an\,
  dass dabei nicht selten über Leben und Tod entschieden wird: Hassan verli
 ert fast den Verstand\, als sein Antrag zum ersten Mal abgelehnt wird\, un
 d setzt ein grausiges politisches Statement\, als er zum zweiten Mal abgew
 iesen wird. Er kann nicht leben mit dem Wissen\, seine geliebte Frau und s
 einen Sohn Kian entwurzelt zu haben\, ohne ihnen eine neue\, sichere Heima
 t bieten zu können. Riahi\, der als Zehnjähriger mit seinen Eltern aus dem
  Iran nach Österreich floh\, hat mit seinem Flüchtlingsdrama ein unverhohl
 enes Pamphlet inszeniert\, einen Ruf um Aufmerksamkeit für die Heimatlosen
  und Verfolgten dieser Welt. Doch er ist Profi genug\, um trotz seiner per
 sönlichen Betroffenheit und seines Bemühens aufzurütteln eine Geschichte z
 u präsentieren\, die auch filmisch funktioniert. So sind seine Protagonist
 en\, die zum guten Teil von Laien dargestellt werden\, weder Heilige noch 
 reine Opfer\, sondern lebensnahe Figuren. Aus seiner Sympathie für sie mac
 ht der Regisseur keinerlei Hehl: Die Flüchtlinge sind unbestrittene „Helde
 n“\, liebevoll gezeichnet und gespielt. Wenn es um die „Gegenseite“ geht\,
  droht der Film an Subtilität zu verlieren: So bewegt sich der skrupellose
  Pensionsbesitzer am Rand der Karikatur\; und auch das Verlies des iranisc
 hen Geheimdiensts\, in dem Merdad\, Aky und Arman landen\, wirkt mit seine
 n Wasserlachen auf dem Boden\, den niedrigen Betondecken und den fiesen Fo
 lterschergen einen Hauch zu filmreif. Abgesehen davon ist Riahi jedoch ein
  schöner\, höchst emotionaler Film gelungen: Mit viel Feingefühl und große
 r Eleganz verwebt er tragische\, spannende und humorvolle Szenen zu einem 
 universellen Plot und erzählt eine anrührende\, keinesfalls aber rührselig
 e Geschichte. Manches Mal schimmert – etwa hinter den Gesichtern der Kinde
 rdarsteller – ein gewisser Hang zum Kitsch durch\, eine Anmutung\, die der
  Regisseur aber durch Qualitätsarbeit ausräumt. So sehen die jungen Schaus
 pieler nicht einfach nur niedlich aus\, sondern überzeugen in erster Linie
  durch ihr Spiel. Den schweren Schicksalen seiner Figuren mischt Riahi die
  nötigen leichten Momente bei\, die oft wunderbar ausdrucksstarke Bilder g
 erieren. Da sorgen dann aus Eis gestanzte Geldmünzen oder Schwanenfedern\,
  die vom Himmel regnen\, für eine schöne Form von poetischem Realismus.  K
 atharina Zeckau\, FILMDIENST 2009/17  https://www.kino-achteinhalb.de/home
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