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DESCRIPTION:Eintritt: frei\nFrankreich/Italien 2013Kinostart: 30. Januar 20
 14130 MinutenFSK: ab 12\; fProduktion: Alexandre Mallet-Guy    Regie/Buch:
  Asghar Farhadi  (Alles über Elly\, Nader und Simin - Eine Trennung)    Ka
 mera: Mahmoud Kalari    Musik: Evgueni Galperine\, Sacha Galperine    Schn
 itt: Juliette Welfling    Darsteller: Bérénice Bejo (Marie Brisson)\, Taha
 r Rahim (Samir)\, Ali Mosaffa (Ahmad)\, Pauline Burlet (Lucie)\, Elyes Agu
 is (Fouad)\, Jeanne Jestin (Léa)\, Sabrina Ouazani (Naïma)\, Babak Karimi 
 (Shahryar)\, Valeria Cavalli (Valeria)\nInternationale Filmfestspiele von 
 Cannes 2013:Bérénice Bejo\, Cannes 2013\, Beste DarstellerinAsghar Farhadi
 \, Cannes 2013\, Preis der ökumenischen Jury Golden Globe Awards 2014: Nom
 inierung in der Kategorie 'Bester fremdsprachiger Film'Filmhomepage\, WIKI
 PEDIA\, Verleih Camino mit Pressestimmen\, Filmgazette\, Programmkino.de P
 ressespiegel \nKurzkritik Filmdienst\nEin Iraner kehrt nach Paris zurück\,
  um vor Gericht seine Ehe mit einer Französin offiziell aufzulösen. Währen
 d seine Noch-Ehefrau etwas überstürzt die Zukunft mit einer neuen Familie 
 vorantreibt\, wirft die Vergangenheit noch manchen Schatten. Ein facettenr
 eiches Familien-\, Ehe\, Beziehungs- und Migrationsdrama\, das von Übergan
 gsphasen und -räumen sowie den Schwierigkeiten der Ablösung handelt. Ein s
 orgfältig inszenierter\, kunstvoll austarierter Film\, der gegen Ende zwar
  dramaturgisch ausfranst\, aber mit großer Meisterschaft ein Netz von Bezi
 ehungen zwischen den Figuren spannt\, in dem sich die Verhältnisse von Anz
 iehung\, Verwerfung\, Vertrautheit und Befremden ständig neu sortieren. (K
 inotipp der katholischen Filmkritik\; Ökumenischer Filmpreis Cannes 2013) 
 - Sehenswert ab 14.\nTrailer:{youtube}QwOq3PJ-iVI{/youtube}\nausführliche 
 Kritik Filmdienst\n\nEine dicke Glasscheibe\, die die Transitzone auf dem 
 Pariser Flughafen Charles de Gaulle von dem öffentlich zugänglichen Bereic
 h abgrenzt\, trennt auch Marie und Ahmad. Beide bewegen stumm ihre Lippen\
 , als hätte man ihnen den Ton abgedreht. Die Scheibe schluckt den Schall\;
  die Kommunikation muss auf andere Mittel ausweichen\, auf Gesten\, Blicke
  und Lippenlesen. Die symbolische Eingangsszene des Films gibt den „Ton“ v
 or für die komplizierten\, verstellten und von Kommunikationsverfehlungen 
 geprägten Beziehungen zwischen den Figuren. Es geht in „Le Passé“ von Asgh
 ar Farhadi um Übergangsphasen und Übergangsräume – zwischen dem Titel gebe
 nden Vergangenen und der Gegenwart bzw. Zukunft\, zwischen alten und neuen
  Liebesbeziehungen und Familienkonstellationen\, zwischen einem noch nicht
  abgeschlossenen alten Leben und einem nicht richtig angefangenen neuen un
 d – ganz im Hintergrund – auch zwischen geographischen und gesellschaftlic
 hen Räumen (Iran und Frankreich). Symbolische Funktion übernimmt auch der 
 zentrale Schauplatz des Films: das neben einer Gleisanlage gelegene\, zwis
 chen Schienen und Bahnübergängen eingeklemmte Haus in der Banlieue von Par
 is\, in dem Marie mit Ahmad und ihren beiden Töchtern aus erster Ehe zusam
 men lebte\, bevor die Beziehung in die Brüche ging. Jetzt\, vier Jahre spä
 ter\, ist dieser Ort gleichzeitig in Auflösung wie Umgestaltung begriffen.
  Maries neuer Lebensgefährte Samir und sein kleiner Sohn Fouad sind eingez
 ogen\, pendeln aber noch zwischen der neuen Adresse und einer verwaisten W
 ohnung\, die die nach einem Selbstmordversuch im Koma liegende Ehefrau und
  Mutter zurückgelassen hat. Hier und dort finden sich Versuche eines Neuan
 fangs: halbrenovierte Zimmer\, halbgestrichene Wände\, halbgefüllte Farbtö
 pfe. Doch der Ballast des Alten dringt beharrlich durch die darüber gelegt
 en Oberflächen: Das Mobiliar ist teilweise mit Tüchern verhängt\, der Abfl
 uss in der Küche verstopft. Noch bevor Ahmad das Haus betreten hat\, begin
 nt er ein kaputtes Fahrrad zu reparieren – es ist der Versuch\, zunächst e
 inmal ein wenig Halt zu gewinnen in einer ebenso unübersichtlichen wie ung
 eklärten Umgebung. „Le Passé“ ist der erste Film\, den der iranische Regis
 seur außerhalb seines Heimatlandes gedreht hat. Im Gegensatz zu Abbas Kiar
 ostami\, der seine beiden jüngsten Filme in Italien („Die Liebesfälscher“\
 , fd 40 216) und in Japan („Like Someone in Love“\, 2013) angesiedelt hat\
 , verweist Farhadi trotz aller universaler Ausrichtung seines Films mit de
 r Figur des Ahmad explizit auf die „Übersiedlung“ seines Schaffens. Ahmad 
 ist von Teheran nach Paris gekommen\, um den Scheidungstermin mit Marie wa
 hrzunehmen. Die Scheidung soll die noch lose miteinander verbundenen Berei
 che endgültig trennen – und damit auch die Trennung zwischen Samir und sei
 ner diffus zwischen Leben und Tod schwebenden Ehefrau vorantreiben. Das al
 lerdings gestaltet sich als schwierig. Bereits auf der Fahrt vom Flughafen
  nach Hause treten die ersten Unstimmigkeiten zutage. So hat Marie nicht w
 ie vereinbart ein Hotelzimmer für ihren Noch-Ehemann reserviert\, sondern 
 quartiert ihn mit ihr und den Kindern im Haus ein\, in dem es auch zur ers
 ten Begegnung mit seinem Nachfolger kommt. Von diesem erfährt Ahmad erst a
 us dem Mund von Fouad\, auch wenn Marie versichert\, sie habe ihm darüber 
 bereits in einer Email berichtet. Immer wieder kommt es in „Le Passé“ zu S
 ituationen\, in denen Informationen verloren gehen oder falsch kommunizier
 t werden oder in denen die Kommunikation schlichtweg verweigert wird – wie
  in der Beziehung zwischen der 16-jährigen Lucie zu ihre Mutter Marie sowi
 e zu dem von ihr heftig abgelehnten Samir. Schließlich aber ist es Ahmad\,
  dem in der angespannten Beziehung zwischen Mutter und Tochter die Rolle d
 es Vermittlers und Vaterersatzes zukommt. Während Marie oft unkontrolliert
  und unsouverän reagiert – gerade in der Interaktion mit ihrer pubertieren
 den Tochter – tritt Ahmad besonnen und diplomatisch auf. Er\, der das chao
 tische Treiben mit einiger Distanz betrachtet\, kommt der Position des Zus
 chauers am nächsten.Farhadi spannt ein dichtes Netz von Beziehungen zwisch
 en den Figuren\, in dem sich die Verhältnisse von Anziehung\, Verwerfung\,
  Vertrautheit und Befremden ständig neu sortieren. Gegen Ende des Films ko
 mmt Farhadi allerdings etwas vom Weg ab und versteigt sich in eine umständ
 lich erzählte und geradezu kriminalistische Abhandlung über die Umstände d
 es Selbstmords von Samirs Frau. Die Konzentration der Geschichte geht darü
 ber ein wenig verloren\, thematisch öffnet der Film sich zu moralischen Fr
 agestellungen\, vor allem zum Motiv der Schuld. Im Gegensatz zum dynamisch
  gefilmten Vorgängerwerk „Nader und Simin“. wird „Le Passé“ von einer ruhi
 gen\, bewegungsreduzierten Kamera getragen. Die Figuren wirken wie ausgebr
 emst\, sie drängen nicht nach vorn\, sondern hängen Dingen aus der Vergang
 enheit nach. Der Regisseur überlässt in seiner akribischen Inszenierung ni
 chts dem Zufall: jeder Schritt\, jede Bewegung\, jede Geste scheint kontro
 lliert und durchchoreographiert\, jedes Bild exakt kadriert\, nie gerät et
 was in den Blick\, dass zur Erzählung nichts Essentielles beitrüge. Farhad
 is Form der Kontrolle ist beeindruckend\, hat aber auch eine gewisse Herme
 tik zur Folge. Diese wird durch die kindlichen bzw. jugendlichen Darstelle
 r jedoch immer wieder aufgebrochen: Sie öffnen den Film für das Unfertige\
 , Unabgeschlossene – und für die Gegenwart. Esther Buss\, FILMDIENST 2014/
 3  \n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/217-le-passé-das-v
 ergangene.html
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