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DESCRIPTION:Eintritt: freianschließend Filmgespräch mit der Regisseurin Bet
 tina Haasen\nOberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende ist zu Gast und wird das 
 Filmfestival eröffnen.\nDokumentarfilm Deutschland 2008Kinostart: 26. Okto
 ber 2009Produktionsfirma: Gebrüder Beetz Filmproduktion   89  MinutenFSK: 
 ab 0\; f\nProduktion: Christian Beetz    Regie/Drehbuch: Bettina Haasen   
   Kamera: Jacko van't Hof    Musik: Karsten Höfer &amp\; The Durgas    Sch
 nitt: Kristine Langner    Verleih: Neue Visionen (Berlin)\nKurzkritik Film
 dienst\nDokumentarfilm über afrikanische Migranten\, die in der mauretanis
 chen Hafenstadt Nouadhibou teilweise jahrelang darauf warten\, einen Weg ü
 ber die Kanaren nach Europa zu finden. Man begegnet Menschen\, die sich tr
 otz vieler desillusionierender Erfahrungen an ihren Träumen wie an Rettung
 sankern festklammern. Ein stiller\, aufmerksamer Film voller eigenwilliger
  Schönheit\, der die Vorläufigkeit einer Existenz 'auf dem Sprung' in ein 
 facettenreiches Mosaik aus beiläufigen Bildern und Tönen übersetzt. (O.m.d
 .U.) - Ab 14.\nFilmhomepage\, Homepage der Gebrüder Beetz\, Filmseite des 
 Verleihs 'Neue Visionen'\, PRESSEHEFT\, Filmfestival der Menschenrechte\, 
 Pressematerial\, Kino-Zeit.de\,  Kino.de\, alle Daten zum Film auf Filmpor
 tal\nSchule: Kinofenster\, Fluter \, Medienzentrum des Landkreis Celle \, 
 NiBis - niedersächsischer Bildungsserver  - Filmheft zu 'Hotel Sahara'  \n
 Das Buch 'zum Film' von Bettina Haasen\,.Am Ende dieser Webseite befinden 
 sich Fotos zum Film.\nAnkündigung bei CelleHeute\nTrailer:{youtube}U3_nqWZ
 52f4{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\nDer Homo sapiens\, sagen
  die Anthropologen\, stammt aus Afrika. Um sich über die ganze Welt zu ver
 breiten\, war vor allem eines nötig: der Wille\, sich nicht mit ungenügend
 en Lebensumständen abzufinden. Bis heute hat die Menschheit diese Fähigkei
 t nicht verloren. Davon zeugen die Nachrichten von verzweifelten Flüchtlin
 gen\, die sich auf Nussschalen dem Meer aussetzen\, um in fruchtbarere Reg
 ionen zu gelangen. Auf den ersten Bildern von Bettina Haasens Dokumentarfi
 lm „Hotel Sahara“ sieht man solche Boote\, die vom aufgewühlten Atlantik w
 ie Treibgut hin- und hergeworfen werden\, offene Pirogen\, irgendwo zwisch
 en westafrikanischer Küste und den Kanaren. 1000 Kilometer liegen vor den 
 Flüchtlingen – und viele Tote unter ihnen auf dem Meeresgrund\, weil die i
 llegale Migration dann am ehesten Erfolg verspricht\, wenn die Wetterbedin
 gungen am bedrohlichsten sind: stürmische See\, schlechte Sicht – dann ble
 iben die Hubschrauber der Guardia Civil am Boden und ihre Schiffe im siche
 ren Hafen.Nur ein Bruchteil der Afrikaner\, die nach Europa wollen\, kommt
  dort an. Von den anderen hört man so gut wie nie. Viele sterben\, noch vi
 el mehr scheitern bereits beim Versuch\, die horrenden Kosten aufzubringen
 . Für manche ist Nouadhibou die Endstation\, eine schmucklose Stadt am wes
 tlichsten Zipfel von Mauretanien. Hier müssen alle durch\, die nicht über 
 die Sahara\, sondern via Gran Canaria den Weg in den Norden suchen. In Haa
 sens Film begegnet man jungen Menschen aus Ghana\, Kamerun\, Togo\, Nigeri
 a oder Guinea\, die sich teilweise schon jahrelang hier aufhalten. Alle ei
 nt ein vergleichbares Schicksal: irgendwann aufgebrochen zu sein\, mit Unt
 erstützung ihrer Familie oder heimlich\, aber in der festen Absicht\, die 
 Angehörigen zu unterstützen\, sobald die Flucht ins Land der Träume gescha
 fft ist. Doch um auf eines der ausgemusterten Fischerboote zu kommen\, bra
 ucht man viel Geld\, weshalb die meisten Migranten in Nouadhibou erst Arbe
 it suchen\, sich provisorisch niederlassen\, in einem Schmelztiegel\, der 
 beständig mehr Menschen aufnimmt als er Richtung Spanien weiterschickt.Der
  Strand bei Nouadhibou ist übersät mit rostenden Schiffswracks und verrott
 eten Planken\, die von gescheiterten Träumen und Existenzen erzählen. In i
 hren Schatten flieht bisweilen der 22-jährige Valtis. Er ist einer von den
 en\, die die Armut zu Hause nicht mehr ertrugen. Also stahl er sich davon 
 in der Hoffnung\, bald für bessere Zustände zu sorgen. Doch seine Illusion
 en sind längst zerstoben\; heute schlägt er sich als Taxifahrer durch und 
 redet sich ein\, dass er gerne unterwegs sei\, um andere Welten und Mental
 itäten zu entdecken. Der Film hinterfragt solche Sätze nicht\, sondern ver
 wendet viel Energie darauf\, den Protagonisten in signifikanten Kontexten 
 zu zeigen: wie er an Silvester mit seiner Familie in Kamerun telefoniert\,
  wobei er sich an den guten Wünschen zum neuen Jahr wie an einer Rakete fe
 stklammert\, die endlich abheben soll. Nach dem Gespräch wirkt Valtis erle
 ichtert\, fast wie von einer Last befreit\; Sekunden später aber hat ihn d
 ie Nacht geschluckt\, ehe die Rührung und das Heimweh zu offenkundig werde
 n. Die Zukunft\, von der hier alle mit so viel Emphase reden\, ist das ein
 zige\, was denen bleibt\, die alle Brücken hinter sich abgebrochen haben\,
  denn mit leeren Händen und dem Eingeständnis\, gescheitert zu sein\, will
  keiner den Rückweg antreten.Trotzdem ist „Hotel Sahara“ ein Film von eige
 nwilliger Schönheit. Das liegt primär am inszenatorischen Konzept\, auf ke
 inen Fall reportageähnliche Bilder und Töne fürs Infotainment zu produzier
 en\, das die Not der Migranten ein weiteres Mal ausschlachten würde. Haase
 n war vielmehr am Dasein der Flüchtlinge im Wartezustand interessiert\, wa
 s die Bild- und Tonsprache eindrucksvoll als geduldiges Mosaik beiläufiger
  Facetten und Details in fragmentarische Vorläufigkeit übersetzt. Insbeson
 dere der Kamera wurde experimentelle Freiheit eingeräumt und das Material 
 in der Postproduktion zusätzlich akzentuiert. So läuft der 20-jährige Fußb
 aller Lamiya aus Guinea als roter Schemen dem Publikum aus einer weiß-flim
 mernden Unendlichkeit entgegen und breitet dabei im Off seine Träume aus\,
  wie Kaka oder Eto’o beim FC Barcelona zu landen\, bis der Umschnitt zu er
 kennen gibt\, dass er über eine Sandpiste am Rande der Wüste trabt. Der Wh
 ite-Screen steht dabei für vieles: für optisches Raffinement\, erzählerisc
 he Spannung\, für Lamiyas Sehnsüchte\, aber auch für sein Vermögen\, sich 
 mental die unterschiedlichsten „Passpartouts“ vorzustellen\, wie überhaupt
  die sprachlichen Fähigkeiten der Migranten aufhorchen lassen\, die biswei
 len sogar schon den Slang ihrer Wunschwelten intonieren. Wo die Hoffnung s
 o grenzenlos wuchert\, bleibt für die Angst nur wenig Raum\, selbst für ei
 nen wie Lamiya\, der schon einmal die Fahrt übers Meer gewagt hat – und mi
 t dem Leben davongekommen ist. Josef Lederle\, FILMDIENST 2009/16 \n https
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 ch-dem-paradies-anschließend-filmgespräch-mit-der-regisseurin-bettina-haas
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Hotel Sahara - Die Suche nach dem Paradies (anschließend Filmgesprä
 ch mit der Regisseurin Bettina Haasen)
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