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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nDeutschland/Argentinien/Finnland 2012Kinosta
 rt: 13. März 201484 MinutenFSK: ab 0\; fRegie/Buch: Viviane Blumenschein  
   Kamera: Björn Knechtel    Musik: Diego Kvitko    Schnitt: Oliver Weiß\nW
 ikipedia zum finnischen Tango\nFilmhomepage\, Programmkino.de\, alle Daten
  zum Film auf Filmportal  Pressespiegel \nKurzkritik Filmdienst\n Drei arg
 entinische Musiker reisen durch Finnland\, um der unter anderen von Aki Ka
 urismäki verbreiteten These auf den Grund zu gehen\, dass der Tango nicht 
 in Südamerika\, sondern im Norden Europas entstanden sei. Ein betörendes\,
  tönendes Road Movie zwischen Dokumentation und Spielfilm voller prickelnd
 er Begegnungen\, skurriler Typen und zauberhafter Naturbilder\, die von ei
 ner völkerverbindenden\, leidenschaftlichen Musik zusammen gehalten werden
 . - Ab 14.\nTrailer:{youtube}uTvVhFpT92M{/youtube}\nausführliche Kritik Fi
 lmdienst\nIrgendwo in Finnland. Es ist 22 Uhr und taghell. Drei argentinis
 che Tango-Musiker sitzen draußen vor einer Blockhaussauna. Während das Tri
 o langsam abkühlt\, wundert sich einer von ihnen darüber\, wie schwer sich
  in einer Sauna durch die Nase atmen lässt. So könnte ein Witz\, der mit N
 ationalklischees spielt\, anfangen. Doch die kurze Szene aus Viviane Blume
 nscheins „Mittsommernachtstango“ hat sich tatsächlich ereignet.Wie aber ha
 ben sich drei Argentinier in die finnische Einöde verirrt? Schuld ist die 
 Tatsache\, dass Klischees sich natürlich nicht mit der Wirklichkeit decken
 \; schuld ist auch die Liebe der Finnen zum Tango – und nicht nur zum Saun
 ieren\, Grübeln und Aquavit trinken. Und überdies hat auch die Behauptung 
 prominenter Finnen\, der Tango sei in ihrem Land entstanden\, die Reise de
 r Musiker Chino Laborde\, Diego Kvitko und Pablo Greco provoziert.Ein skan
 dinavischer Taxifahrer konfrontierte die Argentinier schon in Buenos Aires
 \, der Wiege des Tango\, mit der skandalösen These. Welcher Argentinier kö
 nnte das schon auf sich sitzen lassen? Chino\, Diego und Pablo verlassen i
 hr hassgeliebtes Buenos Aires (Diego: „Eine dreckige Stadt mit schöner Mus
 ik“) für eine Finnland-Tournee. Sie wollen den Nordlichtern nicht nur demo
 nstrieren\, was ein richtiger Tango ist\, sondern auch Land und Leute kenn
 enlernen. Vor allem Leute wie Aki Kaurismäki\, der finnische Tangos als Fi
 lmmusiken favorisiert. Zu Beginn des Films behauptet er\, dass Hirten bere
 its Mitte des 19. Jahrhunderts an der finnischen Ostküste Tango-Lieder ges
 ungen hätten\, um die Wölfe fernzuhalten. Nachdem der Tango an die Westküs
 te gelangt war\, brachten Seeleute ihn über Uruguay nach Argentinien. Klar
 \, dass ein Musiker aus Buenos Aires da erst mal tief Luft holen muss.Nach
  „Dance for All“ (2007) über ein südafrikanisches Sozialprojekt\, das Juge
 ndlichen aus den Townships um Kapstadt eine klassische Tanzausbildung ermö
 glicht\, und „Going Against Fate“ (2008) über Orchesterproben für die 6. S
 ymphonie von Gustav Mahler hat Viviane Blumenschein eine dritte Dokumentat
 ion zum Thema Musik gedreht. Es geht darin wohlgemerkt zuerst um Musik und
  weniger um tänzerische Aspekte. Wobei man durchaus auch erfährt\, dass di
 e Finnen der hochraffinierten argentinischen Variante einen rhythmisch sch
 lichteren „Gehtango“ entgegensetzen.Das Charakteristische an „Mittsommerna
 chtstango“ sind die fließenden Übergänge zwischen „straighter“ Dokumentati
 on und Spielfilmdramaturgie. Die Frage nach dem Wahrheitsgehalt von Kauris
 mäkis These ist deshalb letztlich zu vernachlässigen\, weil die Geschichte
  von den Hirten und Wölfen zumindest gut erfunden ist und den Anstoß zu ei
 nem Road Movie der besonderen Art gegeben hat. Ebenso bleibt in der Schweb
 e\, wann die in einem roten Leihauto durch finnische Wald- und Seenlandsch
 aften kurvenden Südamerikaner zu Akteuren ihrer selbst werden und wann ihr
 e Erregung oder ihr Staunen auf echten Reaktionen beruht.Blumenschein arbe
 itet die Unterschiedlichkeit der drei Charaktere sehr prägnant heraus. Wal
 ter „Chino“ Laborde ist der Sänger der Band\, die sich kurioserweise „Duo“
  nennt. Für Chino ist der Tango eine Schule des Lebens. Bei der finnischen
  Sängerin Sanna Pietäinen lernt der Autodidakt mit der verschatteten Stimm
 e Neues über Gesangstechnik und den ersten finnischen Tango kennen. Sein j
 üngerer Kollege Diego Kvitko spielt Gitarre\, ist der Temperamentvollste i
 m Trio und derjenige\, der sich am meisten über die vermeintliche Anspruch
 shaltung der finnischen Tango-Konkurrenz aufregen kann. Pablo Greco\, der 
 Älteste\, spielt Bandoneon und ist es gewohnt\, die Wogen zu glätten. Kurz
  nach der Anreise votiert er schon dafür\, sich mit dem Tango à la Suomi a
 useinanderzusetzen. Pablo kommt die ruhige\, besonnene Art der Finnen entg
 egen\, und findet schließlich auch die erlösende Kompromissformel: Der Tan
 go mag in Finnland erfunden worden sein\, doch unstrittig bleibt\, dass si
 ch die Musik erst in Argentinien zur vollen Blüte entfaltet hat.Man arrang
 iert sich also\, wobei die spröde Herzlichkeit der Finnen überaus hilfreic
 h ist. Ein Kenner des finnischen Tangos erläutert dabei die versteckte „Se
 xyness“ der nordischen Variante\, wobei er im Hasenkostüm vor Kindern auft
 ritt\, gemeinsam mit einem als Katze verkleideten Kollegen\, da die Tango-
 Tradition in Finnland ein wenig eingeschlafen ist. Am Ende ihrer Spurensuc
 he treffen Chino\, Diego und Pablo auf den finnischen Tango-Superstar der 
 1960er-Jahre\, Reijo Taipale. Ein bewegendes Treffen in einem von prickeln
 den Begegnungen\, skurrilen Typen\, zauberhaften Naturbildern und völkerve
 rbindender\, leidenschaftlicher Musik gesättigten Film.  Jens Hinrichsen\,
  FILMDIENST 2014/ https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/214-mi
 ttsommernachtstango.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
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