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DESCRIPTION:in Kooperation mit dem Weltladen Celle\nEintritt: frei\n \nKurz
 kritik Filmdienst\n Nach der Ermordung ihrer Eltern durch Angehörige einer
  paramilitärischen Spezialeinheit müssen sich eine Zehnjährige und ihr kle
 iner Bruder allein durch ihre Heimatstadt Diyarbakir schlagen. Eine minima
 listisch inszenierte\, atmosphärisch dichte Studie\, die von überzeugend g
 eführten minderjährigen Laiendarstellern getragen wird und auf die Notwend
 igkeit der Vergangenheitsbewältigung verweist\, wobei der Film geschickt d
 ie Schemata eines Kompilationsfilms umgeht. - Sehenswert ab 14.\nTrailer:{
 youtube}cm6u2vwDA7U{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n \nEnde ein
 er Kindheit: die zehnjährige Gülistan und ihr kleiner Bruder müssen sich\,
  nachdem ihre Eltern auf dem Rückweg von einer Hochzeit von paramilitärisc
 hen Spezialeinheiten erschossen wurden\, alleine durchs Leben schlagen. Di
 e beiden Kinder leben im osttürkischen Diyarbakir\, das seit dem Bürgerkri
 eg zwischen der türkischen Armee und kurdischen Rebellen in den 1990er-Jah
 ren von 300.000 auf 1\,5 Mio. Einwohner angewachsen ist. Eine exemplarisch
 e Geschichte über einen Alltag\, in dem die Traumata der Vergangenheit aus
 geblendet werden. Für seinen ersten Langspielfilm zog der dffb-Absolvent M
 iraz Bezar 2005 nach Diyarbakir. Der in Ankara und Bremen aufgewachsene Fi
 lmemacher\, der mit seinen Eltern nach dem Militärputsch 1980 nach Deutsch
 land floh\, hat nie in den kurdisch besiedelten Gebieten der Türkei gelebt
 . Das Schicksal der Kurden erlebte er dennoch nicht nur aus der Distanz\, 
 da die Geschichten und Schicksale aus dem Osten bis nach Deutschland drang
 en. In Diyarbakir stellte er fest\, dass „die Opfer und Täter weiterhin mi
 teinander leben“. Eine Aufarbeitung der Vergangenheit fand bis heute nicht
  statt\, für Bezar ein wesentlicher Grund für die fehlende Zukunftsperspek
 tive: „Die Menschen erleben ihre Gegenwart als auswegloses Chaos ohne Chan
 ce auf Entwicklung.“„Min Dît“\, zu Deutsch: „vor meinen Augen“\, beschreib
 t die von Misstrauen und Stagnation geprägte Atmosphäre aus der Sicht der 
 beiden Kinder\, die nicht nur zu Zeugen des Mordes an ihren Eltern werden\
 , sondern in den Strudel der Armut geraten. Ganz unten angekommen\, finden
  sie sich in der Gemeinschaft anderer Straßenkinder wieder\, die wahrschei
 nlich ähnliches hinter sich haben. Sie verstecken sich in der Ruine einer 
 ehemaligen armenischen Kirche\, auch das ein weiterer politischer Fallstri
 ck der türkischen Gegenwart. Gesprochen wird darüber nicht\, weder im rich
 tigen Leben\, noch im Film. Bezar erzählt den atmosphärischen Schwebezusta
 nd des Unguten\, des Unausgesprochenen zwischen den Bildern. Die verhalten
 e Inszenierung\, die protokollarische Dramaturgie lassen Platz für Nuancen
 \, kleine Gesten\, mit denen die minderjährigen\, überzeugend geführten La
 iendarsteller auf ihre exemplarischen Lebensgeschichten verweisen. „Min Dî
 t“ spricht viele Themen an\, ohne zum Kompilationsfilm zu verkommen. Bezar
  bringt fast etwas Berliner Schule nach Diyarbakir\, allerdings verfeinert
  mit melodramatischer Essenz\, womit der spröde Minimalismus gekonnt um di
 e notwendige Restwärme ergänzt wird. Schematische Interpretationsmuster bl
 eiben außen vor\, was den Weg zu den unerforschten Hohlräumen der kollekti
 ven Psyche öffnet\, die hinter notdürftig versiegelten Fassaden ruhen. Nat
 ürlich gibt es auch einen Schuldigen: Irgendwann trifft Gülistan auf den M
 örder ihrer Eltern\, den Geheimpolizisten Nuri Kaya\, der als liebevoller 
 Familienvater in der unmittelbaren Nachbarschaft lebt. Das Mädchen macht m
 it Flugblättern auf Kayas Verstrickungen aufmerksam\, hängt so „dem Wolf e
 ine Glocke um“\, wie es in dem Märchen heißt\, das die Mutter ihren Kinder
 n kurz vor ihrer Ermordung auf eine Kassette gesprochen hat. In Yasar Kema
 ls Märchen entschließen sich die Dorfbewohner\, den Wolf nicht zu töten\, 
 sondern ihn durch das Gebimmel weithin hörbar als gefährliches Raubtier zu
  markieren. Der auf Kurdisch gedrehte Film lief inzwischen auch in der Tür
 kei\, auf dem Filmfestival 2009 in Ankara. Der Film ist nicht nur ein wich
 tiger Beitrag zum türkisch-kurdischen Dialog\, sondern wegen seiner atmosp
 härischen Dichte auch ein sehenswerter Film.  Bernd Buder\, FILMDIENST 201
 0/8 \n  https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/194-min-dît-die-
 kinder-von-diyarbakir.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
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