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DESCRIPTION:Dreimal ausverkauft bisher und nun zum vierten und fünften Mal 
 in Celle und nicht so ganz nebenbei am Samstag die hunderste Vorführung vo
 n 'Emmas Glück'!Stefan Eichardt vom Kino achteinhalb sagt: 'Emma' ist wirk
 lich ein Glücksfall\, wo einfach verdammt vieles passt und sich zu einem u
 nvergesslichen\, beglückenden Theaterabend fügt.'\n'Emmas Glück'\, geschri
 eben von Kerstin Wittstamm (Schauspiel) und Caspar Harlan (Regie) von der 
 Freien Bühne Wendland\, ist die Bühnenfassung des gleichnamigen Erfolgsrom
 ans von Claudia Schreiber\, dessen Verfilmung auch im Kino ein großer Erfo
 lg war.Ein Einpersonenstück\, in dem alle zehn Figuren von Kerstin Wittsta
 mm gespielt werden. \n \nAnkündigung Celle Heute (Anke Schlicht)Ankündigun
 g Cellesche Zeitung (Reinald Hanke)\n               Dauer: zwei Stunden in
 kl. 15-minütiger PauseOrt: Open-Air-Bühne im Innenhof der CD-KaserneEinlas
 s: ab 18 UhrVorverkauf auf dieser Seite der CD-KaserneEintritt: 20\,- Euro
 ermäßigt: 12\,- EuroDie ermäßigten Karten gelten für Schüler/Studenten unt
 er 20 Jahre\, Schwerbehinderte\, Bezieher von SGB II und SGB XI.Rollstuhlf
 ahrer und Personen mit Behinderung\, die ein 'B' im Behindertenausweis hab
 en (also eine Begleitperson benötigen) melden sich zum Kartenkauf bitte di
 rekt in der CD-Kaserne unter: 05141-977290 \nAn der Abendkasse (ab 18 Uhr)
  gelten die gleichen Preise wie im Vorverkauf\; ferner können Sie hier ( a
 uf dieser unserer Webseite ) Ihre Karten namentlich reservieren. Reservier
 te Karten verfallen um 18.30 Uhr. Die Karten sind nicht nummeriert\, freie
  Platzwahl.Die CD-Kaserne verkauft Getränke und Brezeln.Sollte die Veranst
 altung witterungsbedingt ausfallen\, gelten die Karten wahlweise für Sonnt
 ag oder wir erstatten Ihnen den Kartenpreis zurück.Kurzfassung: Emma zücht
 et und schlachtet Schweine auf ihrem heruntergekommenen\, hoffnungslos ver
 schuldeten Bauernhof\, der kurz vor der Zwangsversteigerung steht. Seit Ja
 hren betet sie vor dem Schlafengehen: “Lieber Gott\, mach mich reich oder 
 glücklich.” – von 'und' war eigentlich nie die Rede. Aber eines Nachts wir
 d Emma von einem lauten Knall geweckt – nicht mal eine halbe Stunde später
  hat sie eine Tüte voller Geld unter ihrer Matratze und einen bewusstlosen
  Mann auf ihrem Bett liegen – Max. Er hat seinem Freund Hans Schwarzgeld u
 nd einen Ferrari geklaut\, mit dem er in der Kurve von der Landstraße abge
 kommen und so auf Emmas Hof gelandet ist. Der Beginn einer skurrilen und h
 erzzerreißenden Liebesgeschichte.\n \n \n \nInternetseite von Kerstin Witt
 stammText der Freien Bühne WendlandDie Freie Bühne Wendland präsentiert:EM
 MAS GLÜCKTheaterstück für eine Schauspielerin von Caspar Harlan und Kersti
 n Wittstamm nach dem Roman von Claudia Schreiber.Kerstin Wittstamm: EmmaCa
 spar Harlan: Regie &amp\; TechnikWer den gleichnamigen Film kennt\, wird s
 ich mit Sicherheit an die verstörend schöne Eröffnungsszene erinnern: Emma
  liegt mit einem ihrer Schweine verträumt unter dem großen Baum im Hof\, k
 rault dem massigen Tier zärtlich Bauch und Rücken - um ihm dann mit einem 
 einzigen schnellen Schnitt die Kehle durchzuschneiden. Schlachttag bei Emm
 a: kein Gezerre\, kein Gequieke\, keine Todesangst. Gestorben wird trotzde
 m\, schließlich bewirtschaftet Emma einen Bauernhof und muss von den Erträ
 gen leben. Emma ist einsam\, aber sie hat sich mit einem beinahe trotzigen
  Pragmatismus darin eingerichtet.Es muss noch jemand sterben in dieser Ges
 chichte: Autoverkäufer Max hat vom Arzt erfahren\, dass er nur noch kurze 
 Zeit zu leben hat. In einer Kurzschlussreaktion klaut er das Geld seines e
 inzigen Freundes\, bucht einen Flug und will nur noch weit weg. Auf der Fl
 ucht mit einem ebenfalls geklauten Ferrari fliegt er aus der Kurve - und l
 andet schwerverletzt auf Emmas Hof. Damit ist die Grundkonstellation diese
 r „skurrilen\, herzzerreißenden und ganz und gar unkitschigen Liebesgeschi
 chte“ (TZ\, München) geschaffen. Emma fehlt die Liebe\, aber mit dem Sterb
 en kennt sie sich aus. So beginnt für sie und den todkranken Max eine kurz
 e\, sehr kurze Phase gemeinsamen Glücks.Der Film 'Emmas Glück' erzählt die
  Geschichte anders als der Roman\, der Vorlage für dieses von Caspar Harla
 n und Kerstin Wittstamm verfassten Ein-Personen-Stück ist. Und doch ist da
 s Theaterstück\, schon allein durch die neue Perspektive\, wieder ganz and
 ers als das Buch. Die gesamte Handlung wird ganz und gar subjektiv aus Emm
 as Sicht erzählt: der Zuschauer erlebt diese Geschichte wie Emma sie erleb
 t - in ihrer Erinnerung oder als dramatisch geschilderte Momentaufnahme.Em
 mas Glück ist eine Geschichte über das Sterben\, aber eigentlich erzählt s
 ie von der Lust auf das Leben. Was kann der todkranke Max tun\, um seine K
 rankheit zu akzeptieren? Seine heillose Flucht ist kläglich gescheitert\, 
 aber zu seinem und Emmas Glück ist er hier gelandet: bei einer Frau\, die 
 die Liebe ersehnt und sich mit dem Tod auskennt. Auch Max kann endlich lie
 ben und muss in Emmas Armen den Tod nicht mehr fürchten.Die Geschichte von
  der verarmten Bäuerin\, der das Schicksal den schwer krebskranken Max - b
 ei jedem geschlachteten Tier erkundigt er sich nach der Bauchspeicheldrüse
  - auf den Hof wirft\, hat alles zu bieten an menschlichen Nöten und Sehns
 üchten. Der Wunsch nach Liebe\, nach finanzieller Sicherheit und Geborgenh
 eit\, die Angst vor dem Tod\, vor Schmerzen und der Wunsch nach Erlösung: 
 All diese Facetten werden so authentisch und stark wiedergegeben\, dass es
  den Zuschauer manchmal gruselt. Wenn Emma erzählt\, wie ihr Großvater sie
  als kleines Mädchen zwang\, ihm beim Töten von Spatzenjungen zu helfen un
 d mal als Emma\, mal als Großvater spricht\, dann ist man ganz in der Szen
 e und fühlt mit dem hilflosen Kind. Und während der Einstieg in den Text n
 och eine Aneinanderreihung von lustigen Anekdoten ist\, in denen Emma ihr 
 Leben zwischen dicken Bauersfrauen und tumben Dorfpolizisten mit derben Sc
 herzen beschreibt\, verwandeln sich Frau und Stück mit dem Erscheinen von 
 Max zusehends. Emma hatte jeden Tag am offenen Fenster zu Gott gebetet: »L
 ieber Gott\, mach mich reich oder glücklich»\, und nun hat sie einen nackt
 en Mann in ihrem Bett (»keine Schuppen\, saubere Ohren\, eher mitteldicke 
 Speckschicht») und eine Tüte Geld hinterm Trog vom Eber versteckt. Die Dol
 lars\, die Max gestohlen und seit seinem Autounfall auf Emmas Hof für verl
 oren hält\, sollen sie und ihren Hof vor dem Bankrott retten. Zusehends ve
 rwandelt sich Emma. Das Mopedfahren bringt keine Lust mehr. Und während Ma
 x und Emma sich in einen wilden Glückstaumel stürzen und die gemeinsame Ze
 it genießen - man liebt sich\, man kocht\, man schreitet über Blumen - wir
 d der Ton zunehmend ernster\, denn Max liegt im Sterben. Wie die beiden ge
 meinsam die Idee entwickeln\, dass Emma Max aktiv von seinen Schmerzen erl
 ösen könnte\, das ist gut und glaubwürdig inszeniert. Emma\, die ihre Schw
 eine beim Schlachten stets zärtlich im Arm hält und ihnen noch eine Geschi
 chte erzählt\, bevor das Tier sein Leben ganz langsam loslässt\, soll Max 
 töten. Sie soll das tun\, »was man nicht mal denken kann». Ganz am Ende\, 
 als Emma Max in ihren Armen hält\, um ihn von seinen Schmerzen zu befreien
 \, ihm also die Halsschlagader mit ihrem Schlachtemesser zu zertrennen\, d
 a sind scherzhafter Anfang und trauriges Ende ganz nah beieinander: Bevor 
 sie vollstreckt\, erzählt sie auch Max noch eine Geschichte. Eine mit orde
 ntlich derbem Humor\, so dass das Publikum kichern muss. Und dann kommt de
 r Tod\, und für Emma die Freiheit. Sie\, die sich durch ihre Tiere an den 
 Hof gekettet fühlte\, ist durch die Liebe zu einem Mann befreit. Sie nimmt
  das Geld und verschwindet - ohne Bitterkeit und ohne Reue.Ein Rührstück? 
 Nicht die Bohne! Das verhindern die Hauptfigur\, eine gefühlvolle aber all
 es andere als sentimentale Emma und die lebendige\, ganz offenkundig seele
 nverwandte Schauspielerin - sowie Regisseur Caspar Harlan\, dem alle falsc
 hen Töne fremd sind: „Gefühl ja\, aber bloss kein Pathos bei diesem Thema.
 “Kerstin Wittstamm hat das Theaterhandwerk u.a. beim Zelttheater Compagnia
  Buffo gelernt und weiß\, dass gutes Theater immer 'Theater im Kopf' ist\,
  dass es auf Imagination\, die Verzauberung des Zuschauers ankommt. In 'Em
 mas Glück' erzählt sie Emma nicht\, sie ist Emma. So wie sie auch Max ist 
 und all die anderen tragisch-komischen Figuren dieser Geschichte. Unverseh
 ens wechselt der Text von der Vergangenheit ins Präsens\, wachsen aus der 
 Rückschau Dialoge\, werden Situation dramatisch zugespitzt: Drama\, Krimi\
 , Liebesgeschichte. Angetan hat es ihr dieser Stoff schon sehr lange. Als 
 sie dann vor einem Jahr\, zunächst zaghaft\, bei der Autorin um die Rechte
  nachfragte\, fand sie zu ihrem Erstaunen alle Türen offen. Claudia Schrei
 ber empfindet offenbar großes Vergnügen daran\, dass ihre 'Emma' in der kü
 nstlerischen Auseinandersetzung (Buch\, Film\, Hörspiel) immer neue Facett
 en bekommt und nun\, in diesem Ein-Frauen-Stück\, eine sehr persönliche\, 
 fast intime Stimme erhält.Caspar Harlan ist Regisseur\, Autor und Schauspi
 eler. Er hat seit 1969 in vielen Bereichen\, vom Theatertechniker und Bele
 uchter bis zum Dramaturgen für das Theater und für's Fernsehen gearbeitet.
 Emmas Glück hatte Premiere am 13. Mai 2012 in Klein Witzeetze\, Unter den 
 Kastanien. \n \nAnkündigungstext von Gwen Fähser:Im Theater bedeutet Reduz
 ierung manchmal größtmögliche Bereicherung. Das Ein-Frauen-Stück ‘Emmas Gl
 ück’ ist so ein Glücksfall. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Clau
 dia Schreiber kommt es anders als die Verfilmung mit nur einer Darstelleri
 n aus. Die aber hat es in sich! Mit Kerstin Wittstamm agiert eine ‘Emma’\,
  die die literarische Vorlage förmlich in sich aufgesogen hat. Gemeinsam m
 it dem Regisseur Caspar Harlan hat sie auch das Textbuch geschrieben und b
 ringt den bewegenden Stoff nun mit ebenso wilder wie zärtlicher Energie au
 f die Bühne.Eine verschlossene Tür\, die Andeutung eines Bettes\, ein Klei
 derhaken mit verschiedenen Kittelschürzen – mehr braucht es nicht. Doch\, 
 dies: eine von der Decke hängende Schaukel\, auf der Emma die dramatischen
  Ereignisse sich immer wieder hochschaukeln lässt – mal kindlich-verspielt
 \, mal raffiniert und bauernschlau\, dann wieder ganz sinnlich\, immer sel
 bstbewusst weiblich.Emma lebt alleine auf einem heruntergekommenen Bauernh
 of. Ihre Schweine behandelt sie liebevoll bis zum letzten Tag und schlacht
 et sie auf ihre ganz eigene\, zärtliche Art. Sie ist einsam\, doch dann kr
 acht plötzlich Max in ihr Leben. Auf der Flucht vor sich selbst ist er in 
 einem geklauten Ferrari aus der Kurve geflogen und auf Emmas Hof gelandet.
  Max hat Krebs\, aber Emma kennt sich aus mit dem Sterben. Und so beginnt 
 für die beiden eine kurze\, intensive Phase gemeinsamen Glücks.Emmas Glück
  ist intensives Erzähltheater\, aber Kerstin Wittstamm erzählt ‘Emma’ nich
 t\, sie ist Emma. So wie sie auch Max ist und all die anderen tragisch-kom
 ischen Figuren dieser Geschichte. Unversehens wechselt der Text von der Ve
 rgangenheit ins Präsens\, wachsen aus der Rückschau Dialoge\, werden Situa
 tion dramatisch zugespitzt: Drama\, Krimi und Liebesgeschichte in einem\, 
 und immer wieder zum Heulen schön. ‘Emmas Glück’ ist eine Geschichte über 
 das Sterben\, handelt aber eigentlich von der unbändigen Lust auf Leben. U
 nd ist dabei vor allem ein Beleg für die unbändige Lust am Theater.Gwen Fä
 hser\n \nVorgeschichte dieses Abends erzählt von Stefan Eichardt:Wie sich 
 einige noch erinnern mögen\, feierten wir vor ca. 15 Jahren Theaterfeste m
 it dem legendären TAB aus Bremen. Insgesamt waren es elf Theateraufführung
 en - alle restlos ausgebucht. 2003 löste sich das TAB auf. Anke Engelsmann
  vom TAB wurde anschließend von Claus Peymann ans Berliner Ensemble berufe
 n. Anke war übrigens 2016 die meist beschäftigste Schauspielerin am BE. Im
  August 2014 hatte ich einen Schriftwechsel mit Anke darüber\, was „man“ u
 nter gegebenen Umständen von Schauspielern „erwarten darf“. Sie schrieb mi
 r in dem Kontext: „Ich empfehle Kerstin Wittstamm mit 'Emmas Glück'\, Regi
 e Caspar Harlan. Mit ihr/ihnen wollte ich Theater machen\, dann kam das BE
  dazwischen. Klaus Benk aus Bremen hat dieses Stück gesehen und war begeis
 tert.“ Auf Ankes Empfehlung hin habe ich „Emmas Glück“ bei nächstbester Ge
 legenheit gesichtet und war ebenfalls schwer angetan - fehlte „nur“ der ge
 eignete Raum. Andreas Döring\, der Intendant des Schlosstheaters\, hat sic
 h kürzlich die Zeit für ein Treffen im achteinhalb genommen und uns die Ha
 lle 19 für 'Emma' angeboten. Danke im Namen aller - große Klasse! So viel 
 Entgegenkommen\, Unvoreingenommenheit und die Haltung\, Dinge fair zu gest
 alten\, begegnen einem selten. - Erst jetzt habe ich sein Credo auf der In
 ternetseite des Schlosstheaters gelesen: 'Wir wollen uns deshalb auch weni
 ger über ein Spielzeitmotto erklären\, als vielmehr uns für die kommenden 
 Jahre der Haltung verpflichten\, dass die Welt fair zu gestalten ist und T
 heater als Ort der Visionen\, Kritik und Alternativen\, aber auch der Geme
 inschaft und Freude erfahrbar machen.'\n \nEmail ans Publikum:\nLiebes „Em
 ma-Publikum“\,ich habe vergessen\, eine nette wie vielsagende Begebenheit 
 auf unserer Webseite anfzuführen. Natürlich bedarf es keiner Interpretatio
 nshilfen\, um „Emmas Glück“ zu verstehen und seine Freude daran zu haben. 
 Dennoch verhält es sich in der Regel so\, dass es schön ist\, von dem eine
 n oder anderen drumherum Kenntnis zu erlangen.\nZum Unterschied zwischen F
 ilm und Bühnenfassung.:Roman und Verfilmung waren beide erfolgreich. Der F
 ilm ist eher aus der Perspektive von Max gedreht\, die Bühnenversion ganz 
 aus der Perspektive von Emma. Daher fallen auch die reinenMax-Geschichten 
 weg. Was der Film zum Leidwesen der Autorin Claudia Schreiber unterschlägt
 \, sind Emmas Kindheitserlebnisse und -traumata. Ich finde\, dass gerade d
 ie der Bühnenfassung die nötige Tiefe und Dichte geben. Autorin Claudia Sc
 hreiber hat Kerstin erzählt\, dass der Regisseur es ihr plausibel erklärt 
 hätte\, dass Vergangenheit und Rückblenden ungeeignet für seine Verfilmung
  seien\, dafür wurde alles ein bisschen mehr verkitscht – wie das bei Film
 en für ein breiteres Publikum nun mal üblich ist.Roman und Bühnenfassung h
 aben ausgesprochen märchenhafte Züge und da die Bühnenfassung aus einer Fr
 auenperspektive agiert\, ist sie\, wenn ich es mal salopp sagen darf\, erf
 ahrungsgemäß mehr ein „Frauending“. Es soll angeblich schon eins-zweimal v
 orgekommen sein\, dass der eine oder andere Mann sich zur Pause verdrückt 
 haben soll. Wer realitätsversessen ist und für Märchenhaftes keine Ader ha
 t\, für den ist Kerstins 'Emma' womöglich nicht die allererste Wahl.\nKers
 tin erzählte mir\, dass ihre 'Emma' einige 'Bauern' im Wendland dazu motiv
 iert hätte\, ihre Tierschlachtung zu überdenken und ihre Tötungspraxis in 
 Richtung 'Emma' geändert haben.\nKerstin lässt übrigens mir zuliebe einen 
 der letzten Sätze weg. Im Skript begleicht Emma ihre Schulden bei der Bank
 . Ich bin der Meinung\, dass man den Leuten nicht ständig vorexerzieren so
 llte\, dass Bankschulden Ehrenschulden seien. Mal sehen\, ob sie ihn diesm
 al auch wieder weglässt...\nWer einen Auszug aus dem Theatertext lesen möc
 hte\, der renommierte Henschel Verlag hat die Rechte an dem Skript von Ker
 stin und Caspar gekauft und ein paar Seiten ins Netz gestellt:http://www.h
 enschel-schauspiel.de/de/media/media/theater/TI-4029_LP.pdf  \nÜbrigens\, 
 Kerstin und Caspar (der Regisseur von Emma\, der in Celle Licht und Ton be
 dient) hatten gerade Premiere mit ihrer theatralen Lesung „Ist das die Lie
 be?“. Ich war ganz baff vor allem von einem zu meiner Überraschung überrag
 enden Caspar. Es ist ausgemacht\, dass das in naher Zukunft in Celle gespi
 elt wird. Wir überlegen nur noch\, in welchen Räumlichkeiten diese theatra
 le Lesung am besten zur Geltung kommt.\nAber zurück zu Emma und zu der ein
 gangs besagten Begebenheit:Auf der Webseite der Ratgeber-Community „gutefr
 age.net“ hat eine Schülerin\, die ein Referat zu „Emma“ schreiben soll\, u
 m Unterstützung bei der Interpretation von 'Emma' gebeten: „ … Ich brauche
  dringend Hilfe\, es soll bis mittwoch alles fertig sein und es sollten mi
 ndestens 2 seiten interpretation sein! bitte helft mir - LG kleinenina'Rat
 - und Antwortgeberin war die Autorin Claudia Schreiber höchstpersönlich:Li
 ebe Nina\, glaub es oder nicht\, aber ich bin die Autorin\, ich bin Claudi
 a Schreiber. So\, und nun - Interpretation ... hm hm. Im Film gibt es ein 
 Lied\, das am Ende gespielt wird\, kannst du bei youtube finden: Da singen
  sie: 'Love is how it´s lost\, not how it´s found.' Liebe spürt man also b
 esonders\, wenn man jemanden verliert\, nicht findet! Das kannst du sicher
  nachvollziehen - man ist von den Eltern genervt etc\, aber wenn man Vater
  oder Mutter verliert\, sieht das ganz anders aus\, da spürt man\, welche 
 Bindung da war. Der Leser und die Protagonisten spüren die Liebe\, als sie
  durch den Tod beendet wird. Und noch stärker: Emma ist in der Lage\, ihn 
 gehen zu lassen\, ihm sogar in den Tod zu helfen\, obwohl sie liebt. Sie l
 iebt ihn so sehr\, dass sie ihre Bedürfnisse nach Nähe zurückstellt und ei
 nzig in seinem Sinne handelt. Max erlebt die Liebe\, spürt sie endlich\, w
 eil er weiß\, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Dann schau mal nach und be
 schreibe\, wie ich Märchen andeute\, z.B. als Emma zu Henner geht\, der Ra
 be auf ihrer Schulter etc. - ich lasse anklingen\, dass Emmas Glück ein Mä
 rchen ist. Sieh dann mal unter Märchen\, was das bedeutet. Bei amazon hat 
 ein Kritiker das toll herausgefunden und beschrieben\, lies auch mal da (u
 nd schreib ab \;-).Interpretation heißt nichts anderes als: Fühl du selbst
  mal nach\, was du spürst\, was du empfindest\, wenn du das liest. Es gibt
  viele komische Szenen in dem Buch - weshalb mache ich das? Um den Tod\, d
 as Elend fortzulachen. Das ist der Sinn eines guten Witzes. Und man soll a
 uch den Tod auslachen\, als ihn zu fürchten. Ihn mit ins Leben holen\, mit
  ihm rechnen\, und lachen dabei. So\, nun mach was draus\, und grüß deine 
 Klasse von mir. Ich freue mich\, dass ihr ausgerechnet meinen Roman lest. 
 Herzliche Grüße\, Claudia Schreiber---------------------------------------
 --------------\nZum Abschluss dieser nicht enden wollenden Mail\, eine Mai
 l von Kerstin an mich\, in der sie mir ein bisschen 'Emma' erklärt.\nGesen
 det: Samstag\, 14. März 2015 um 22:38 UhrVon: 'Kerstin Wittstamm' An: Stef
 an.Eichardt\nLieber Stefan\,antworten würde ich ja lieber mündlich\, puhhh
 \, schreiben\,.... aber klar: mach ich.\nDen Brief von Claudia Schreiber k
 enne ich\, auch ihre Meinung\, dass ganz viel im Roman Märchenelemente hat
  und aus Emmas Gedankenwelt stammt.\nIch mag sehr sehr gern\, wenn der Rab
 e ihr auf die Schulter geflogen kommt und sie zur Hexe animiert. Und auch 
 diese verschrobene Geschichte\, bevor Henner mit dem Polizeiauto und dem L
 ottoschein auf den Hof gefahren kommt. Dann fängt sie nochmal an\, eine Hü
 hnergeschichte zu erfinden: der Hahn ist nervös\, die Hühner durcheinander
 \, keine legt ein Ei... für das ganze Theaterstück komplett unwichtig\, er
 zählt aber über Emmas Verschrobenheit und ihre Freude an Geschichten.\nEmm
 as Glück ist ihre Fähigkeit\, diesen Glücksfunken am Leben zu erhalten\, d
 er in ihr glüht. 'Die Tiere sprechen zu mir\, die Pflanzen wachsen und blü
 hn für mich um die Wette.' Das lässt das andere erst zu. (Die Liebe zu Max
 \, Zuflucht bei den Schweinen\,..)Wenn die alte Sau stirbt\, sagt Emma: 'I
 ch fühle mich irgendwie frei.....Sie war die Kette'. und vorher: 'Seitdem 
 wohn ich hier auf dem Hof\, an ihn gekettet ganz ohne Kette.' Sie schnallt
  dann - sicher nicht intellektuell\, dass sie eigenverantwortlich für ihr 
 Leben ist. Und kann gehen.\nWir haben überlegt\, ob sie zurückkommen wird\
 , ob's ein Urlaub wird oder ein Auswandern. Das wollten wir offen lassen\,
  dass sie geht\, finde ich richtig\, weil es ein großer Schritt nach drauß
 en ist. Erst in die Stadt\, dann in die Welt.\nDie ganze Geschichte ist ec
 ht\, hat viel mit Claudia zu tun. Nicht dass sie Emma war\, aber viel zu n
 ah dran\, deswegen hab ich einen großen Respekt davor. \nDie kritische Mei
 nung deiner Bekannten kann ich gut akzeptieren. Dann merke ich: Unsere Ins
 zenierung ist nicht zufällig\, sondern sehr bewusst so\, wie sie ist.\nLie
 be Grüße ins nahe weite Celle!Kerstin\nAm 12.03.2015 um 10:05 schrieb Stef
 an.Eichardt:\nLiebe Kerstin\,diese realitätsvergleichende Kritik meiner Be
 kannten - ich stelle Dir daher noch mal per Mail ein paar Fragen bitte\, d
 ie Du dann bei Gelegenheit vielleicht beantwortest.\nBy the way: Emmas Glü
 ck. Was ist für Dich ihr 'Glück'? Ihre Liebe mit Max\, ihr Leben auf dem H
 of\, dass mit ihrer 'Kindheit' leben können ...\nWarum verlässt sie den Ho
 f? Ist das rein theatralisch als Schlusspunkt oder auch inhaltlich zu vers
 tehen? Man vermag sich kaum vorzustellen\, dass sie 'draußen' zurechtkommt
 .\nKennste das hier? - echt nett: http://www.gutefrage.net/frage/buchpraes
 entation-emmas-glueck---claudia-schreibervon SchreiberCL\, 27.09.2011Liebe
  Nina\, glaub es oder nicht\, aber ich bin die Autorin\, ich bin Claudia S
 chreiber. So\, und nun - Interpretation ... hm hm. Im Film gibt es ein Lie
 d\, das am Ende gespielt wird\, kannst du bei youtube finden: Da singen si
 e: 'Love is how it´s lost\, not how it´s found.' Liebe spürt man also beso
 nders\, wenn man jemanden verliert\, nicht findet! Das kannst du sicher na
 chvollziehen - man ist von den Eltern genervt etc\, aber wenn man Vater od
 er Mutter verliert\, sieht das ganz anders aus\, da spürt man\, welche Bin
 dung da war. Der Leser und die Protagonisten spüren die Liebe\, als sie du
 rch den Tod beendet wird. Und noch stärker: Emma ist in der Lage\, ihn geh
 en zu lassen\, ihm sogar in den Tod zu helfen\, obwohl sie liebt. Sie lieb
 t ihn so sehr\, dass sie ihre Bedürfnisse nach Nähe zurückstellt und einzi
 g in seinem Sinne handelt. Max erlebt die Liebe\, spürt sie endlich\, weil
  er weiß\, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Dann schau mal nach und besch
 reibe\, wie ich Märchen andeute\, z.B. als Emma zu Henner geht\, der Rabe 
 auf ihrer Schulter etc. - ich lasse anklingen\, dass Emmas Glück ein Märch
 en ist. Sieh dann mal unter Märchen\, was das bedeutet. Bei amazon hat ein
  Kritiker das toll herausgefunden und beschrieben\, lies auch mal da (und 
 schreib ab \;-).\nInterpretation heißt nichts anderes als: Fühl du selbst 
 mal nach\, was du spürst\, was du empfindest\, wenn du das liest. Es gibt 
 viele komische Szenen in dem Buch - weshalb mache ich das? Um den Tod\, da
 s Elend fortzulachen. Das ist der Sinn eines guten Witzes. Und man soll au
 ch den Tod auslachen\, als ihn zu fürchten. Ihn mit ins Leben holen\, mit 
 ihm rechnen\, und lachen dabei. So\, nun mach was draus\, und grüß deine K
 lasse von mir. Ich freue mich\, dass ihr ausgerechnet meinen Roman lest. H
 erzliche Grüße\, Claudia Schreiber\n======================================
 ================================\n http://www.amazon.de/gp/aw/cr/rR1XKYQZD
 HTTFAW5.0 von 5 SternenEin Märchen\, 19. Dezember 2009'Rezension bezieht s
 ich auf: Emmas Glück: Roman (Taschenbuch)\n Emmas Glück - Ein modernes Mär
 chenWenn ich mir die zum Teil beinahe hasserfüllten Rezensionen zu diesem 
 Buch durchlese\, dann scheint mir\, dass diese Leser\, die eine 'unglaubwü
 rdige Handlung' oder 'schwache Charaktere' zu bemängeln glauben\, dass als
 o diese Leser nicht sehen\, was dieses Buch ist: ein Märchen. Und so muss 
 man es auch lesen und dann ist es auch wie im Märchen. Vieles ist konstrui
 ert\, scheint unmöglich\, deckt sich nicht mit der Realität\, widerspricht
  den gängigen Erfahrungen\, scheint überaus grausam und unmenschlich - wie
  im Märchen eben! Aber neben der unmöglichen Konstruktion gibt es auch seh
 r reale Beschreibungen in diesem Buch\, z.B. was das Landleben und speziel
 l das Schlachten angeht. Hier hat Claudia Schreiber offensichtlich sehr ge
 nau hingesehen\, sie beschreibt diesen Vorgang jedenfalls sehr gut\, ich s
 ah beim Lesen die Bilder meiner Kindheit wieder vor dem inneren Auge\, ein
 e Zeit\, in der bei uns die Hausschlachtungen noch üblich waren und in der
  Schlachten und Fleischkonsum noch normal und ein Teil des Lebens waren. N
 un mag jeder zum Thema Fleisch eine eigene Meinung haben\, darüber zu stre
 iten lohnt sich nicht\, der Vorgang der Schlachtung wird aber in diesem Bu
 ch auf eine Art beschrieben\, wie ich es noch nie gelesen habe\, und daran
  misst man Literatur eben auch\, an der Innovation\, am Neuen\, am Mutigen
  - und hier gelingt der Autorin vieles.\nAber das Buch ist auch poetisch u
 nd transportiert\, wie im Märchen eben\, auch einiges an Menschlichkeit\, 
 an Liebe und Lebensweisheit. Da ist die Hauptfigur\, die mit ihrer brutale
 n Kindheit aufräumen muss und die das schafft mit Hilfe der anderen Hauptf
 igur\, die erst im Sterben lernt\, was sie übersehen und falsch gemacht ha
 t. Und da sind die wunderbar skurrilen Randfiguren\, die sich ebenfalls en
 twickeln. Der eine sieht erst in der Gefangenschaft\, was ihm fehlt\, der 
 andere muss sich von seiner Mutter lösen - und wieder ein anderer macht im
  richtigen Moment das Richtige\, setzt sich nämlich über das Gesetz hinweg
 \, im Dienste der Menschlichkeit - und er ermöglicht so das märchenhafte E
 nde.\nDas geht doch alles gar nicht\, dass ist doch furchtbar konstruiert!
  Richtig\, wie im Märchen eben! Mich erinnert die Geschichte in ihrem trag
 ischen Komik ein wenig an Forrest Gump\, an Hans im Glück\, an Garp. Und i
 ch glaube nicht\, dass Literatur immer messbar sein muss am Realen und Den
 kbaren\, sondern das gerade im scheinbar Unmöglichen oft viel Schönes zu e
 ntdecken - wie in diesem Buch!'\n ---------------------------------------
 \nBeste GrüßeStefan  https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/174
 4-emmas-glück.html
DTSTART:20210814T170000Z
DTEND:20210814T190000Z
LOCATION:Open-Air-Bühne im Innenhof der CD-Kaserne ( )
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