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DESCRIPTION:Eintritt: freiIn Kooperation mit der Stiftung niedersächsische 
 Gedenkstätten / Gedenkstätte Bergen Belsen\nund dem Roma Center Göttingen 
 e.V. \nDeutschland\, 2012Kinostart: 13. September 2012106  MinutenFSK: ab 
 12\; fFBW: wertvoll Produktion: Merle Kröger\, Marcie K. Jost\, Meike Mart
 ens\, Peter Zorn    Regie: Philip Scheffner      Buch: Merle Kröger\, Phil
 ip Scheffner    Kamera: Bernd Meiners    Schnitt: Philip Scheffner   Verle
 ih: Real Fiction\nFilmplus 2013: Bild-Kunst Schnitt Preis\, Dokumentarfilm
 Filmfest München 2012: Fritz-Gerlich-PreisgoEast – Festival des mittel- un
 d osteuropäischen Films 2012: Dokumentarfilmpreis\nFilmhomepage\, Wikipedi
 a\, Programmkino.de\, alle Daten zum Film auf Filmportal.de Pressespiegel 
 Schule: Vision Kino\, Kinofenster\, Fluter \n \nKurzkritik Filmdienst\nIm 
 Sommer 1992 wurden an der deutsch-polnischen Grenze zwei rumänische Staats
 bürger erschossen. Die Täter hatten sie angeblich mit Wildschweinen verwec
 hselt. Zwei Jahrzehnte später rollt der Dokumentarfilm mit hoher investiga
 tiver Energie den juristisch abgeschlossenen Fall wieder auf und unterzieh
 t ihn einer filmischen Revision. In geduldigen Zeugenaussagen und Intervie
 ws entschlüsselt sich die menschlich-familiäre Tragödie als extrem vielsch
 ichtiges Konglomerat\, zu dem auch Fremdenfeindlichkeit\, Ausländerhass un
 d westliche Arroganz erheblich beigetragen haben. Der hoch reflektierte Um
 gang mit Bildern\, Tönen und Zeugnissen sensibilisiert für eine strukturel
 le Lesart historisch-politisch-gesellschaftlicher Fakten\, vermittelt durc
 h seine beklemmende Dichte aber auch Anteilnahme und Mitgefühl. (Kinotipp 
 der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 16.\nTrailer:{youtube}s49-G8Q
 E7VQ{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\n Der Titel klingt nach (
 Gerichts-)Verfahren\, Akten\, Juristendeutsch\, nach viel Staub und trocke
 ner Materie. Die Dokumentarfilme von Philip Scheffner sind jedoch das pure
  Gegenteil\, auch wenn man sein Schaffen generell unter dem Rubrum „Revisi
 onen“ fassen könnte. In seinen sinnlich-lakonischen Filmen unterzieht Sche
 ffner seine Gegenstände einer eigenwillig-insistierenden\, beständig neu a
 nsetzenden\, zugleich akkuraten narrativen Betrachtung\, in der übersehene
 \, verdrängte oder bewusst ignorierte Bedeutungen aufgedeckt werden. Etwa 
 die Umstände\, die im Sommer 1992 zum Tod zweier Männer an der deutsch-pol
 nischen Grenze führten: In den frühen Morgenstunden des 29. Juni 1992 wurd
 en die rumänischen Staatsbürger Grigore Velcu und Eudache Calderar auf ein
 em Getreidefeld nahe der Ortschaft Nadrensee von zwei Jägern erschossen\, 
 die sie angeblich mit Wildschweinen verwechselten. Vier Jahre nach dem Zwi
 schenfall kam es zu einem Prozess wegen fahrlässiger Tötung\, der drei wei
 tere Jahre später mit einem Freispruch der Angeklagten endete. Die Öffentl
 ichkeit nahm von den Vorgängen kaum Notiz\; lediglich ein Beitrag im Ferns
 ehmagazin „Kennzeichen D“ fragte an\, was wohl geschehen wäre\, wenn nicht
  zwei Deutsche zwei Roma\, sondern zwei Roma zwei Deutsche erschossen hätt
 en.Zum Zeitpunkt von Scheffners Recherche im Herbst 2011 liegt das Gescheh
 en bereits fast zwei Jahrzehnte zurück\; am Tatort breiten sich riesige Ma
 isfelder aus\, dicht bestückt mit Windmühlen\, deren Rotoren rhythmisch-fl
 üchtige Schatten werfen. Eine Ortsbegehung mit den Arbeitern\, die Velcu u
 nd Calderar damals fanden\, fördert Widersprüchliches zu Tage\; insbesonde
 re der Umstand\, dass der Tatort noch vor dem Eintreffen der Polizei in Br
 and gesteckt wurde\, findet keine Erklärung. Obwohl Scheffner aus dem Off 
 in Gestalt eines essayistischen Kommentators dem Film eine stringente Gest
 alt gibt\, zählen offene Enden zu den charakteristischen Stilmitteln. Im w
 eiteren Verlauf greift der Film diese losen Fäden immer wieder auf\, stell
 t Bezüge und Kontexte her\, verknüpft das eine mit dem anderen\, ohne kurz
 schlüssige Knoten zu zurren\, sondern vielmehr im Bemühen\, die Einzelheit
 en in größere Zusammenhänge einzubetten. Der Tod der beiden Männer\, so ze
 ichnet es sich Wendung um Wendung immer deutlicher ab\, kann nicht ohne de
 n Hintergrund der pogromartigen Hetze gegen Ausländer verstanden werden\, 
 die (nicht nur) im Osten Deutschlands in den 1990er-Jahren mörderische Dim
 ensionen annahm\; er hat auch mit den Abschottungstendenzen Europas zu tun
 \, mit tiefverwurzelten Vorbehalten gegen Sinti und Roma und blinden Fleck
 en der Strafverfolgungsbehörden.Mit hohem investigativem Ethos holte der F
 ilm nach\, was die deutsche Justiz nicht zu leisten gewillt war. Etwa eine
  Ortsbegehung oder die Klärung der Frage\, welche Lichtverhältnisse am Ung
 lücktag herrschten und was die Jäger durch ihre Fernrohre vermutlich erken
 nen konnten. Scheffner macht auch die Angehörigen der Toten in Rumänien au
 sfindig\, die von den deutschen Behörden nie informiert wurden und deshalb
  weder etwas über die Ermittlungen noch über das Gerichtsverfahren wussten
 . Die filmische Gestalt dieser Kontaktaufnahme irritiert zunächst: Man sie
 ht die Frauen und Kinder von Velcu und Calderar\, wie sie ihren aus dem Of
 f ertönenden Aussagen zuhören\, wobei sie diese gelegentlich kommentieren 
 oder bestätigen. Das sind intensive\, auf Dauer aber auch anstrengende Mom
 ente\, weil sie den dialogischen Moment in ein objektiviertes Jenseits tra
 nsferieren\, das den Informationsgehalt vor die Unmittelbarkeit stellt. In
  gewisser Weise verwandelt sich der Film darüber in einen imaginären Geric
 htssaal\, vor dem das Schicksal und der Tod der beiden Männer neu verhande
 lt wird\, diesmal unter anderen\, gerechteren Vorzeichnen. Das Verfahren\,
  den Bildraum durch die Audition zu öffnen\, dient aber nicht nur einer „a
 lternativen Gerichtsbarkeit“\, sondern resultiert im Kern aus Scheffners f
 ilmästhetischer Grundoption\, auch im Feld des Dokumentarischen dezidiert 
 von „Geschichten“ zu sprechen und deren narrative Strukturen bewusst auszu
 stellen. Immer wieder fragt er aus dem Off nach dem Beginn „dieser Geschic
 hte“ oder lässt seine Gesprächspartner ihre Ausführung mit der wiederkehre
 nden Sentenz eröffnen: „Mein Film über Girgore Velcu und Eudache Calderar 
 würde mit ... beginnen.“ „Revison“ ventiliert damit nicht nur eine beträch
 tliche Anzahl von Eröffnungssequenzen (unter denen Scheffners tatsächliche
 r Einstieg mit dem Maisfeld durch seine signifikante Mehrfachkodierung her
 ausragt)\, sondern macht in den unterschiedlichen Perspektiven und Färbung
 en nachdrücklich deutlich\, dass nicht nur die filmische Erinnerung\, sond
 ern im Grunde auch jede wahrgenommene Wirklichkeit aus einem filigranen Ge
 flecht unzähliger Einzelstränge besteht. Die Rekonstruktion der tragischen
  Ereignisse in Nadrensee revidiert damit nicht nur das Unrecht\, das den b
 eiden Männern\, ihren Familien und Angehörigen widerfahren ist\, sondern s
 ensibilisiert über die politisch-gesellschaftlichen Umstände hinaus auch f
 ür eine geduldigere\, engagiertere und offenere „Lektüre“ der Welt.    Jos
 ef Lederle\, FILMDIENST 2012/19 \n https://www.kino-achteinhalb.de/home/ar
 chiv/event/172-revision-anschließend-filmgespräch-mit-kenan-emini-vom-roma
 -center-göttingen-e-v.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Revision - anschließend Filmgespräch mit Kenan Emini vom Roma Cente
 r Göttingen e.V.
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/172-revision-anschlie
 ßend-filmgespräch-mit-kenan-emini-vom-roma-center-göttingen-e-v.html
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