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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nUSA 2013Kinostart: 9. Januar 2014106 Minuten
 FSK: ab 6\; fRegie/Buch: J.C. Chandor    Kamera: Frank G. DeMarco\, Peter 
 Zuccarini    Musik: Alex Ebert    Schnitt: Pete Beaudreau    Darsteller: R
 obert Redford (Mann)\n \nKurzkritik Filmdienst\n Ein alter Mann segelt mit
  seiner Yacht im Indischen Ozean. Wer er ist und wohin er will\, erfährt m
 an nicht. Stattdessen setzt der in seinen sparsamen Mitteln ganz auf Mann 
 und Boot konzentrierte Film auf die wachsende Identifikation des Publikums
  mit dem von Naturgewalten heimgesuchten Segler. Ein minimalistischer Film
 \, dessen Freude am dramatischen Detail mehr und mehr existenzieller Konte
 mplation weicht und allegorische Bezüge durchaus zulässt. (Kinotipp der ka
 tholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.\nTrailer:{youtube}Mt_kZzMQTkE{/
 youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\n Falls sich Robert Redford in 
 seiner Laufbahn jemals mit einer seiner Leinwand-Figuren identifiziert hat
 \, dann war es wohl Jeremiah Johnson in dem gleichnamigen Film von Sydney 
 Pollack. Der Trapper Johnson\, der Anfang des 19. Jahrhunderts aus Abneigu
 ng gegen die Auswüchse der Zivilisation in die Wildnis der Rocky Mountains
  flüchtete und dort ein auf sich gestelltes Leben führte\, kommt einem ang
 esichts von „All Is Lost“ unweigerlich in Erinnerung. 40 Jahre nach „Jerem
 iah Johnson“ spielt Redford wieder einen Mann\, der auf sich selbst angewi
 esen ist\, in einer selbst gewählten majestätisch-feindseligen Umgebung. D
 iesmal ist es das Meer\, dessen Weite und Gefahren sich der Protagonist au
 sgeliefert hat. Wie einst bei Jeremiah Johnson weiß man nichts von seiner 
 Vergangenheit außer den Schlüssen\, die man aus seiner teuren Segelyacht u
 nd deren Ausstattung ziehen kann. Der Skipper ist ein alter\, aber immer n
 och kraftvoller Mann. Warum er ausgerechnet im Indischen Ozean mutterseele
 nallein herumschippert\, erfährt man nicht\, ebenso wenig\, wohin die Reis
 e gehen soll. Was seine Motive sind und was er denkt\, bleibt verschlossen
 \, denn der Mann\, der nicht einmal einen Namen hat\, redet nicht. Zu Begi
 nn des Films verliest er aus dem Off einen Abschiedsbrief\, danach hört ma
 n ihn einmal fluchen und vergeblich einen SOS-Ruf absetzen – aber das ist 
 dann schon alles\, was man explizit aus seinem Mund über ihn erfährt. Je l
 änger der Film dauert\, umso mehr ist es der Zuschauer\, der da an Bord is
 t und sich – von Szene zu Szene hoffnungsloser – um sein Überleben kämpfen
  sieht.J.C. Chandor\, dessen Debütfilm „Margin Call“  vornehmlich vom Dial
 og lebte\, hat sich als Autor und Regisseur jede Möglichkeit verweigert\, 
 Hintergründe und individuelle Charakteristika als Futter für das Publikum 
 zu benutzen\, und ihm Ausreden zu gestatten\, nicht selbst dieser Mann im 
 Boot zu sein. Wo Hemingway und Melville starke\, unverwechselbare Figuren 
 entwarfen\, beharrt Chandor darauf\, dass der Zuschauer das Vakuum ausfüll
 t. Identifikation\, die für das Funktionieren dramatischer Geschichten so 
 ungeheuer wichtig ist\, wird in „All Is Lost“ gleichsam auf die Spitze get
 rieben. Der in den Schlusstiteln nur als „Our Man“ bezeichnete Held lässt 
 keine Möglichkeit zu\, an seinem Schicksal nicht Anteil zu nehmen. Nie hät
 te ein in seinen künstlerischen Mitteln so minimalistischer Film so viel A
 ufmerksamkeit und Spannung bei der Beobachtung alltäglicher Verrichtungen 
 und zunehmend überlebenswichtiger Verhaltensweisen wecken können\, wenn ma
 n sich als Zuschauer nicht in der Haut und in der Zwangslage dieses Mannes
  fühlen würde\, dessen Segeltörn immer katastrophalere Ausmaße annimmt. Ei
 n herrenlos im Ozean treibender Container schlägt ein Leck in die Schiffsw
 and\; ein Sturm zerstört alles\, was die Yacht manövrierbar macht\; das Sc
 hlauchboot als letzte Zuflucht und die an den Sternen orientierte Navigati
 onskunst des am Ende seiner Kräfte angelangten Mannes verblassen und versc
 hwinden angesichts der endlosen Weite des Ozeans. Wir werden Zeuge\, wie e
 s unaufhaltsam dem Ende zugeht. Die letzte Hoffnung\, dass eines der riesi
 gen Containerschiffe\, die auf der Straße von Sumatra unbeirrt ihren Kurs 
 verfolgen\, das winzige Rettungsboot sehen könnte\, erstirbt mit dem verlö
 schenden Licht der letzten Rakete.Wir sind allein gelassen mit dem Mann\, 
 dessen Überlebenswille und dessen Durchhaltekraft zu Ende gehen. Da sind n
 ur noch der hilflose\, entkräftete Mensch und die endlose Wasserfläche. In
  den Katastrophenfilmen der 1970er-Jahre würde nun der „deus ex machina“ d
 ie Regie übernehmen\, in den Event-Filmen der Jetztzeit der Held seine übe
 rnatürlichen Kräfte unter Beweis stellen. Auch „All Is Lost“ ist auf seine
  leise\, eindringliche Weise eine Art Parabel auf den individuellen Herois
 mus\, aber der Raum für große Taten wird immer enger\, die Selbstbestimmba
 rkeit des Lebens immer fragwürdiger angesichts einer unbarmherzigen Natur.
  Die Einsamkeit überwältigt alle angeborenen und angelernten Fähigkeiten. 
 Filmemacher wie Stanley Kubrick\, Michelangelo Antonioni und Darren Aronof
 sky haben versucht\, für diese Einsamkeit filmische Entsprechungen zu find
 en. Der Schluss von „All Is Lost“ weist in seiner allegorischen Mehrdeutig
 keit in dieselbe Richtung. Franz Everschor\, FILMDIENST 2014/1 \n https://
 www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/166-all-is-lost.html
DTSTART:20140523T183000Z
DTEND:20140523T203000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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