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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nDeutschland 2013Kinostart: 6. März 201498 Mi
 nutenFSK ab 6 Jahren\, empfohlen ab 14Regie/Buch/Produktion: Felix Moeller
   Kamera: Isabelle Casez\, Ludolph Weyer\, Aline László    Musik: Björn Wi
 ese    Schnitt: Annette Muff\nVerleih: Edition Salzgeber \nKurztext\nZwisc
 hen 1933 und 1945 wurden in Deutschland 1200 Spielfilme hergestellt. 300 F
 ilme wurden nach dem Krieg von den Alliierten verboten. Über 40 NS-Filme s
 ind bis heute nur unter Auflagen zugänglich – sie werden als „Vorbehaltsfi
 lme“ bezeichnet. Der Umgang mit ihnen ist schwierig: Bewahren oder vernach
 lässigen\, freigeben oder verbieten? VERBOTENE FILME stellt die „Nazifilme
  aus dem Giftschrank“ (Welt) vor und macht sich auf die Suche nach ihrem M
 ythos\, ihrem Publikum und ihrer Wirkung heute – in Deutschland wie im Aus
 land. Eine visuelle Reise zur dunklen Seite des Kinos.\nPresseheft des Ver
 leihs\, alle Daten zum Film auf Filmportal\, Programmkino.de\, EPD-Film\, 
 Deutschlandfunk \nFilmgazette1: Nazi-Filme für alle  Filmgazette2: Vorsich
 t explosiv\n \nTrailer:{youtube}1EEN4dWoip0{/youtube}\nausführliche Kritik
  Filmdienst\n\n Was für ein genialer Einstieg: Im Bundesarchiv Film\, Auße
 nstelle Hoppegarten\, lagern in klimatisierten Betonbunkern Nitrozellulose
 kopien alter Filme – ein hochexplosives Material\, gegen dessen Gefahren m
 an sich architektonisch in mehrfacher Hinsicht gewappnet hat. Doch einige 
 der Filme könnten auch in anderer Hinsicht „explosiv“ sein\, denn von den 
 etwa 1200 Filmen\, die in Deutschland zwischen 1933 und 1945 standen\, ver
 boten die Alliierten nach dem Krieg rund 300 Werke als „Propaganda“. Heutz
 utage gelten noch 40 „Vorbehaltsfilme“ (darunter „Jud Süß“\, „Kolberg“ ode
 r „Ich klage an“) als politisch so brisant\, dass keine öffentliche Auffüh
 rung ohne wissenschaftliche Begleitung und anschließende Diskussion möglic
 h ist. 70 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur stellt sich die Frage\, wie 
 man mit diesem Teil des nationalen Filmerbes umgehen soll? Wie ist es um d
 ie Gefährlichkeit der filmischen NS-Propaganda mit ihrem offenen Antisemit
 ismus bestellt\, ihrer antidemokratischen Ranküne\, den anti-französischen
 \, -britischen\, -polnischen oder -russischen Tendenzen\, ihrem Blut-und-B
 oden-Mystizismus und der sozialdarwinistischen Kriegsverherrlichung? Ist d
 er Schoß fruchtbar noch\, aus dem das alles kroch? Oder machen die Verbote
  das Verbotene gerade erst interessant? Wird man durch das Anschauen von „
 Jud Süß“ zum Antisemiten? Bestärkt der Film den vorhandenen Antisemitismus
 ? Oder schämt man sich nicht viel eher für die primitive Selbstgefälligkei
 t des württembergischen Pöbels mit seiner unverhohlenen Neigung zum Pogrom
 ? Wirkt der Film vielleicht weniger als Film denn als „Nazi-Symbol“? Diese
  und viele andere Fragen macht Felix Möller zum Gegenstand eines Dokumenta
 rfilms\, der einschlägige Filmausschnitte auf die Talking Heads von Filmwi
 ssenschaftlern wie Rainer Rother\, Stefan Drößler oder Sonja M. Schulz\, Z
 eithistoriker wie Götz Aly oder Moshe Zimmermann und Filmemacher wie Marga
 rethe von Trotta oder Oskar Roehler treffen lässt. Roehler plädiert für ei
 ne Freigabe der wichtigsten Propagandafilme\, weil einem sonst Wissen über
  „unser Land“ vorenthalten werde. Roehler erinnert auch daran\, dass die i
 nkriminierten Filme mit ihrem frivolen Ruch des Verbotenen immer schon „in
  der Szene“ kursierten: in den 1980er-Jahren in Clubs und Off-Kinos\, heut
 zutage im Internet. Und zwischenzeitlich immer mal wieder auch im öffentli
 ch-rechtlichen Fernsehen\, wo man einer älteren Zuschauergruppe süße Nosta
 lgie mit Jugenderinnerungen bescherte und dafür auch schon mal die Filme „
 verstümmelte“\, indem man Hakenkreuze\, Hitlerbilder oder Reminiszenzen an
  den Krieg entfernte\, um „entnazifizierte“ Filme zeigen zu können. Es ist
  sicher legitim\, keine gröhlenden Neo-Nazis im Publikum zu wollen\, solan
 ge es noch Überlebende des Holocaust gibt. Dass die relativierende Reaktio
 n im Umgang mit den NS-Filmen aber auch innerhalb des gesicherten Raumes e
 iner begleiteten Aufführung perfide seriös stattfinden kann\, zeigt Möller
 s aber auch. Andererseits offenbart der Umgang mit den Filmen eine seltsam
 e Form der Bewahrpädagogik. So hört man merkwürdig irrlichternde Vorstellu
 ngen zur Wirkungsästhetik von Filmen\, die implizit davon auszugehen schei
 nen\, dass im Publikum noch immer Ansteckungsgefahr besteht. Andererseits 
 wird darauf bestanden\, sich offen und ehrlich und vor allem ohne falsche 
 Rücksicht mit der eigenen Geschichte zu konfrontieren. Moeller hat eine et
 was unübersichtliche Polyphonie von Stimmen choreografiert\, der eine kons
 titutive Asymmetrie zugrunde liegt: Experten\, die wissen\, wovon sie rede
 n\, sprechen zu einem Publikum im Kinosaal\, das „diese Dinge“ nicht kennt
 . Ergänzt und illustriert wird dieser kritische Diskurs durch mal kürzere\
 , mal längere Filmausschnitte aus weitgehend „unsichtbaren“ Filmen\, die w
 iederum so interessant erscheinen\, dass man am liebsten die kompletten Fi
 lme sähe. Das letzte Wort hat schließlich der Historiker Götz Aly\, der fü
 r eine völlige Freigabe des Materials plädiert\, Und in Kauf nimmt\, dass 
 anschließend ernsthaft darüber geredet wird. Was\, das zeigt „Verbotene Fi
 lme“ ganz deutlich\, stets geschieht\, wenn die Filme\, begleitet von Einf
 ührungen und Diskussionen\, gezeigt werden. Nur den Experten käme auf dies
 e Weise ihr Herrschaftswissen abhanden. Ulrich Kriest\, FILMDIENST 2014/5 
 \n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/164-verbotene-filme.h
 tml
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