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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nSchweiz/Deutschland 2013 Kinostart: 13. Febr
 uar 2014Länge:91 MinutenFSK: ab 0\; fRegie/Drehbuch: Bettina Oberli   (Die
  Herbstzeitlosen\, Tannöd)Kamera: Stéphane Kuthy    Musik: Adrian Weyerman
 n    Schnitt: Andrew Bird    Darsteller: Stefan Kurt (André)\, Annemarie D
 üringer (Louise)\, Stanley Townsend (Bill)\, Nina Proll (Steffi)\, Michael
  Neuenschwander (Housi)\, Andri Schenardi (Jürgen)\, Matthias Breitenbach 
 (Pete)\, Carla Juri (junge Louise)\, Alice Brüngger (Gertrud)\, Elisabeth 
 Schnell (Klara)\, Wolfgang Beuschel (Walter)\, Lotti Happle (Anna)\, Hans-
 Ruedi Strässler (Richter)\nFilmhomepage\, Programmkino.de\, Filminfo des F
 ilmverleihers\, alle Daten zum Film auf Filmportal \nKurzkritik Filmdienst
 \nEin Schweizer Taxifahrer wohnt mit Mitte 50 immer noch mit seiner domina
 nten Mutter zusammen\, die ihn nach Strich und Faden ausnutzt. Erst als ei
 n Amerikaner auftaucht\, der behauptet\, ebenfalls ein Kind der alten Frau
  zu sein\, sieht sich der Taxifahrer gezwungen\, die Beziehung zu seiner M
 utter auf den Prüfstand zu stellen. Eine sympathische melancholische Komöd
 ie\, die durch eine sorgfältige Regie und ausgezeichnete Darsteller für si
 ch einnimmt. - Ab 12.\n \nTrailer:{youtube}0Jyn2_SCNf8{/youtube}\nausführl
 iche Kritik Filmdienst\n\n Von Anfang an liegen in diesem Film das Gefühl 
 des Eingesperrtseins und unterdrückte Ausbruchswünsche in der Luft. Man mu
 ss nur sehen\, wie verkrampft der Mittfünfziger André sich seinen Weg durc
 h das Schwimmbecken bahnt. Er kann sich im Wasser nicht entspannen\, weil 
 er gemeinsam mit seiner etwa 80-jährigen Mutter Louise hier ist. Als er si
 e auf sich zutreiben sieht\, geht André auf Tauchstation und entzieht sich
  so den Anforderungen der alten Frau. Freilich nur für einen kurzen Augenb
 lick\, der kaum als Rebellion zählt. Kurz darauf ist er schon wieder an ih
 rer Seite und föhnt ihr im Umkleidebereich gewissenhaft die Haare.Der geme
 insame Schwimmbadbesuch ist für André kein aus dem Rahmen fallender Liebes
 dienst\, sondern Teil seines Alltags\, der ganz von seiner nicht mehr ganz
  rüstigen\, aber immer noch dominanten Mutter bestimmt ist. Er durfte nie 
 von Zuhause ausziehen\, sondern hat Tag und Nacht für Louise da zu sein. S
 elbst seine Arbeit als Taxifahrer ist danach ausgerichtet\, dass er seine 
 Mutter nachmittags ins Café und abends ins Theater bringen muss\, wo die b
 etagte Schauspielerin immer noch kleine Auftritte absolviert. Später schlü
 pfen sie dann in ihrer beschaulichen Wohnung in die nebeneinander stehende
 n Pantoffeln\, und der Sohn wartet geduldig ab\, bis Louise zum Einschlafe
 n bereit ist. Die Notwendigkeit dieses Arrangements stellt André so gut wi
 e nicht in Frage. Schließlich macht seine Mutter ihm bei jeder Gelegenheit
  klar\, wie sehr sie ihn braucht – und dass er eine Schuld bei ihr einzulö
 sen hat. Hatte sie einst nicht eine glanzvolle Hollywoodkarriere sausen la
 ssen\, weil sie sich um ihren kleinen Sohn kümmern musste?Filme über Mutte
 rsöhnchen spekulieren in der Regel auf die Schadenfreude der Zuschauer ang
 esichts von Menschen\, die auch in fortgeschrittenem Alter an Mutter-Kind-
 Verhaltensmustern festhalten. Die Schweizer Regisseurin Bettina Oberli hat
  für „Lovely Louise“ jedoch einen anderen Weg gewählt. Zwar geht es auch h
 ier – innerhalb eines melancholischen Rahmens – lustig zu\, doch entspring
 t die Komik nicht einer grotesken Übersteigerung der Kleinkindmentalität e
 ines erwachsenen Mannes wie in „Elling – Nicht ohne meine Mutter“ oder der
  einer fast dämonischen mütterlichen Tyrannei wie in „Schmeiß die Mama aus
  dem Zug“. Stattdessen setzt Oberli auf realistisch anmutende Details\, mi
 t denen sie das ritualisierte Verhältnis zwischen Mutter und Sohn auf den 
 Punkt bringt. Zugleich gibt sie ihren Darstellern die Gelegenheit\, ihre F
 iguren zu weitaus komplexeren Leinwandpersönlichkeiten auszudifferenzieren
 \, als es zunächst den Anschein hat.Stefan Kurt verkörpert André als zurüc
 khaltenden und fürsorglichen\, aber keineswegs devoten Sohn. Trotz der müt
 terlichen Inanspruchnahme hat er sich Freiräume geschaffen\, etwa wenn er 
 selbstkonstruierte Modellflugzeuge aufsteigen lässt oder schüchtern mit ei
 ner Wurstverkäuferin anbandelt. Auf der anderen Seite gelingt es der Burgt
 heater-Legende Annemarie Düringer\, Louise nicht einseitig auf ein manipul
 atives Muttermonster zu reduzieren: Zwar wendet sie souverän die Kunst an\
 , ihren Sohn mit kleinen Spitzen auf seinen Platz zu verweisen\, doch blit
 zt in ihren Blicken oder Gesten auch immer wieder echte Wärme und Zärtlich
 keit auf.Aufbrechen lässt sich diese festgefahrene Beziehung\, die Oberli 
 mit überwiegend starren Einstellungen auch auf der Bildebene umsetzt\, nur
  durch einen Impuls von außen. Den liefert Bill (Stanley Townsend)\, ein d
 icklicher\, etwas linkischer Amerikaner um die 50\, der eines Tages auftau
 cht und sich als Louises Sohn aus einer Affäre mit einem Hollywood-Produze
 nten vorstellt. Während Louise seine aufdringliche Art als willkommene Abw
 echslung empfindet\, fühlt sich André zurückgedrängt und argwöhnt\, dass d
 er angebliche Halbbruder keineswegs nur auf seinen Anteil an der Mutterlie
 be spekuliere.Mit dem Erscheinen von Bill gibt Oberli ihrem Film eine etwa
 s konstruierte Wendung zu einer komischen Dreierdynamik\, vermeidet aber\,
  sich eindeutig auf die Seite einer einzelnen Figur zu stellen. So werden 
 Bills wahre Beweggründe erst am Ende und innerhalb einer feinen Bildmetaph
 er aufgelöst\, die den Anstoß für eine Neuordnung des Mutter-Sohn-Verhältn
 isses gibt. Das alles ist nicht spektakulär\, durch aufmerksame Beobachtun
 gen und sorgfältige Umsetzung aber ziemlich unwiderstehlich geraten. Ganz 
 so wie bei Oberlis Erfolgsfilm „Die Herbstzeitlosen“\, zu dem „Lovely Loui
 se“ das Gegenstück bildet: War es dort eine alte Dame\, die sich gegen den
  konservativen Sohn durchsetzte\, findet die Emanzipation diesmal auf Seit
 en der jüngeren Generation statt.Marius Nobach\, FILMDIENST 2014/4 \n http
 s://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/163-lovely-louise.html
DTSTART:20140502T183000Z
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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