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DESCRIPTION:Die Regisseurin Katharina Mihm aus Berlin ist heute Abend zu Ga
 st im achteinhalb. Katharina Mihm wurde 1983 als deutsch-­österreichische 
 Staatsbürgerin in Berlin geboren. Sie lebte sechs Jahre in Spanien und Arg
 entinien\, wo sie  Filmregie an der Universidad del Cine in Buenos Aires s
 tudierte. Mihm arbeitet und lebt als freie Regisseurin und Autorin in Berl
 in. Katharina Mihm war Stipendiatin der RWLE Möller Stiftung\, in dieser Z
 eit erstellte sie ihren Kinodokumentarfilm 'GEGENLICHTER. Suche nach Paul 
 Celan'\, den sie im November 2017 im achteinhalb präsentierte. Das anschli
 eßende Filmgespräch blieb einem lange in der Erinnerung: informativ\, geis
 treich und neue Facetten eröffnend. Katharina Mihm ist eine sehr spannende
  Vortragende sowie eine anregende Gesprächspartnerin wie Gegenüber. Heute 
 präsentiert Katharina Mihm ihren Film „MÄR – A German Tale': In einem dyst
 opischen Deutschland – nur einen Hauch von der gegenwärtigen Realität entf
 ernt – löst die Rückkehr des Wolfs eine rätselhafte Faszination unter den 
 Bürgern aus.Der Journalist Leo Bernstein reist von Wien ins Ruhrgebiet\, w
 o es angeblich wieder Wölfe gibt. Er will herausfinden\, warum die Wiederk
 ehr des Wildtieres auf viele Bürger eine verstörende Anziehungskraft ausüb
 t. Während seiner Recherchearbeiten\, die schon bald ins Leere laufen\, se
 tzen sich Bruchstücke eines Märchens in seinem Kopf fest und lassen ihn ni
 cht mehr los. Dieses Märchen handelt von einer jungen Magd\, die einen Wol
 fsjungen geboren hat. Von ihm geht eine tödliche Gefahr aus. Um das Volk v
 or dieser Bedrohung zu erlösen\, ruft die junge Magd nach einem Fremden. E
 r soll hinaus in die Wälder zu ihrem Sohn\, um sich dort zum Wohle der Gem
 einschaft zu opfern. Leo\, der gleich zu Beginn seiner Reise durch einen A
 utounfall „aus der Spur gerät“\, verliert allmählich den Bezug zu seinem K
 örper und den Kontakt zu seinem früheren Leben. Gleichzeitig gewinnt das M
 ärchen zunehmend an Realität. Es führt Leo gefährlich nahe an die Ängste u
 nd Sehnsüchte heran\, die sich an die Wiederkehr des Wolfes knüpfen.MÄR en
 twirft in lyrischer Erzählweise ein vielschichtiges Deutschlandbild. Die I
 nszenierung pendelt zwischen skurril-holzschnittartigen\, alltäglich-reale
 n und geisterhaft-entleerten Elementen.   \nIn Kooperation mit der 'RWLE M
 öller Stiftung -- Celle'\nEintritt: freiReservierung: 1 Euro\nDeutschland 
 2019Kinostart: erst 2020Premiere am 29. Juni 2019 auf dem Filmfest München
  72 MinutenFSK: ab 12\; f\nProduzenten: Hong Chang Kim\, Katharina MihmKon
 zept\, Drehbuch &amp\; Regie: Katharina Mihm (Katharina Mihm war November 
 2017 im achteinhalb mit GEGENLICHTER – Suche nach Paul Celan) und im Mai 2
 019 mit ORPHEUS RHAPSODIE. \nKamera: Jan Klein Schnitt: Calle Overweg Musi
 k: Alex Miksch &amp\; Band \nDarsteller: Martin Vischer\, Jeanne Werner\, 
 Vladimir Gorochov\, Sophie Resch\, Björn Bonn\, Irina Potapenko\, Rolf Den
 nemann\, Thomas Mill\, Jürgen Heymüller\, Detlef Brand\, Tobias Hübsch\, M
 aria Hengge\, Roland Kalweit\, Guido Tuchenhagen\, Michael Weinzierl\, Mex
  Schlüpfer\, Stefan Knüttel\, Ünal Arslan\, Teresa Zschernig\nDer Arbeitst
 itel für diesen Film\, bevor er auf 'MÄR' umgetauft wurde\, lautete 'Wir w
 erden singen'.Uns erinnert der Arbeitstitel an diese Ballade aus unserer J
 ugend von Franz-Josef Degenhardt.\nFilmhomepage\, Facebookseite\, Pressema
 ppe\, OPAK-Film\, Webseite von Katharina Mihm Festivalkritik von Harald Mü
 hlbeyer auf Kino-Zeit.de Falls Sie diese Kritik lesen\, dann lesen Sie bit
 te auch den Zuschauerkommentar zu dieser in unseren Augen befremdlichen 'K
 ritik' (steht gleich unter der Kritik). Kritik von Stefan Grissemann   Tra
 iler (137 Sekunden):{youtube}YzpiDBKw3NY{/youtube} Katharina Mihm im Inter
 view auf dem Filmfest München 2019 - wo 'MÄR' seine Premiere hatte (3 Minu
 ten):{youtube}4B6lRQax0Fk{/youtube} Katharina Mihm zu MÄR (10 Minuten):{yo
 utube}Eg1xeU2YN0c{/youtube} Director's Note:MÄR ist das Ergebnis einer jah
 relangen filmischen Auseinandersetzung mit Deutschland – einem Land\, dem 
 ich schon oft versucht habe zu entkommen und in das ich immer wieder zurüc
 kkehre.Ich glaube\, dass die Landschaft\, in der wir leben\, unsere Gemüts
 zustände beeinflusst. Menschen aller Kulturen haben seit jeher Sinneseindr
 ücke\, welche sie aus der Landschaft aufgenommen haben\, zu Bildern\, Märc
 hen\, Liedern oder Tänzen weiterentwickelt. Auf diese Weise konnte eine Ar
 t stetiges und lebendiges Zwiegespräch mit der sie umgebenden Natur entste
 hen. Doch speziell in Deutschland haben diese Elemente im Lauf der Geschic
 hte ihre Unschuld verloren. Volkstümliches hat man im „Dritten Reich“ zu P
 ropagandazwecken missbraucht\, entsetzliche Verbrechen wurden mit alten de
 utschen Liedern und Symbolen untermalt. Aber auch der irrationale Charakte
 r vieler Märchen und Sagen sowie die kollektiven\, sogar rauschhaften Gemü
 tszustände\, welche durch volksnahe Lieder und Tänze hervorgerufen werden 
 können\, sind zu Recht verdächtig geworden. Beschämt und erschrocken haben
  wir alle diese Dinge abgelegt\, wie einen unnütz gewordenen Mantel.Nicht 
 alle von uns können mit der daraus resultierenden Leerstelle umgehen. In e
 iner ökologisch zunehmend bedrohten Welt sehnen sich viele Menschen nach N
 aturerfahrungen\, sie fühlen sich plötzlich haltlos in ihrer eigenen Heima
 t. Diese Unsicherheiten und Ängste können wiederum umschlagen in nationali
 stische und fremdenfeindliche Tendenzen\, deren aktuelles Wiedererstarken 
 mich in äußerstem Maß beunruhigt.Was also kann man tun?Über mehrere Jahre 
 hinweg habe ich versucht\, die Kommunikation mit der Landschaft wieder auf
 zunehmen. Herausgekommen ist MÄR\, gewissermaßen als Ergebnis eines Selbst
 experiments: Was passiert\, wenn ich mich über einen langen Zeitraum immer
  wieder in einer bestimmten Umgebung aufhalte? Welche Geschichte wird sie 
 in mir entstehen lassen\, welche Figuren treten darin auf? Was wäre ihr Ko
 nflikt\, wohin geht ihre Reise? MÄR versucht\, wie auch schon im Titel ang
 elegt\, den ganz ursprünglichen Entstehungsprozess eines Märchens nachzuvo
 llziehen. Dass dieses letztendlich vielfach gebrochen erzählt wird\, und d
 ass es ohne die für Märchen übliche Schlussbelehrung auskommen muss\, lieg
 t natürlich einerseits an mir selbst. Andererseits mag auch die hybride un
 d widersprüchliche Landschaft des Ruhrgebiets\, die ich aufgrund der beson
 ders intensiven Durchdringung von Wildnis und Zivilisation gewählt habe\, 
 ihren Teil dazu beigetragen haben.In MÄR haben die Menschen die Kommunikat
 ion mit der sie umgebenden Topographie wieder aufgenommen. Dabei sehen sie
  sich unweigerlich mit uralten\, ur-volkstümlichen Elementen konfrontiert\
 , die immer janusköpfig sind. Speziell der Wolf\, wohl das unheimlichste u
 nd blutrünstigste unter den deutschen Märchenwesen\, nimmt inneres und äuß
 eres Brachland wieder in Besitz. Die Menschen schwanken zwischen Angst und
  Faszination. Es gelingt ihnen nicht\, dem Reiz und der Gefahr des Urtümli
 chen\, das in ihren Köpfen wieder zum Leben erwacht\, mit Vernunft und Ums
 icht zu begegnen. Unheil baut sich auf.Was aber müsste geschehen\, damit w
 ir einen angemessenen Umgang mit diesen Elementen finden\, so dass niemals
  wieder ein Mensch dadurch zu Schaden kommt?Es geht mir in MÄR nicht darum
 \, schnelle Antworten zu finden\, sondern ich wünsche mir\, dass zunächst 
 ein Resonanzraum für diese – mir wesentlich erscheinende – Frage entstehen
  kann. Ob und wie dieser Resonanzraum gefüllt werden kann\, hängt von jede
 m einzelnen Zuschauer ab. https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/even
 t/1432-mär-anschließend-filmgespräch-mit-regisseurin-katharina-mihm-–-eint
 ritt-frei.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:MÄR (anschließend Filmgespräch mit Regisseurin Katharina Mihm – Ein
 tritt frei)
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