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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €Deutschland / Norwegen 2013Kinostart: 19. Sept
 ember 201395 MinutenFSK: ab 12\; f\nRegie: Georg Maas    Buch: Georg Maas\
 , Judith Kaufmann    Kamera: Judith Kaufmann    Musik: Christoph M. Kaiser
 \, Julian Maas    Schnitt: Hansjörg Weissbrich    Darsteller: Juliane Köhl
 er (Katrine Evensen Myrdal)\, Liv Ullmann (Åse Evensen)\, Sven Nordin (Bja
 rte Myrdal)\, Ken Duken (Anwalt Sven Solbach)\, Julia Bache-Wiig (Anne Myr
 dal)\, Rainer Bock (Hugo)\, Thomas Lawinsky (Kontaktmann in Norwegen)\, Kl
 ara Manzel (junge Katrine)\, Vicky Krieps (Kathrin Lehnhaber)\, Dennis Sto
 rhøi (Anwalt Høgseth)Filmverleih: Farbfilm über 24Bilder\, 18W/116.954 Cin
 emascope\nVon der deutschen Jury für den 'Auslands-Oscar 2014' (Kategorie 
 'bester fremdsprachiger Film') nominiert.\nFBW: Prädikat besonders wertvol
 l Filmwebseite\, Programmkino.de\, WIKIPEDIA\, Vision-Kino\, alle Daten zu
 m Film auf Filmportal.de  Pressespiegel \nKurzkritik Filmdienst{youtube}m4
 RPLLTpahM{/youtube}\nEine einstige DDR-Bürgerin\, die sich in den 1960er-J
 ahren von der Stasi als Agentin anwerben ließ\, um unter dem Deckmantel ei
 nes NS-Opfers den norwegischen Klassenfeind auszuspähen\, will im November
  1990 im Archiv des ehemaligen Lebensborn-Kinderheims „Sonnenwiese“ die Na
 men von drei Zeugen löschen\, die das echte Opfer noch gekannt haben. Durc
 h die Recherchen eines Anwalts droht sie enttarnt zu werden. Ein spannende
 s\, kunstvoll in Szene gesetztes Drama\, das sich in seinem Zuschnitt sowo
 hl beim Agententhriller als auch beim Melodram bedient. Dabei setzt der Fi
 lm um der dramatischen Zuspitzung willen NS- und DDR-Unrecht gleich und in
 szeniert die Agentin vor allem als Opfer. - Ab 14.\nausführliche Kritik Fi
 lmdienst\n\nIm November 1990 fährt Katrine Evensen Myrdal ins wiederverein
 igte Deutschland. Angesichts der neuen politischen Verhältnisse steht ihr 
 Glück auf dem Spiel. Sie\, die mit ihrer Familie zufrieden und wohlsituier
 t in Norwegen lebt\, soll als Zeugin für eine Wiedergutmachungsklage gewon
 nen werden. Mit idealistischem Ernst will ein junger\, engagierter Anwalt 
 die Schicksale norwegischer „Lebensborn“-Kinder aufklären und ihnen zur En
 tschädigung verhelfen. Katrine ist offenbar der einzige ihm bekannte Fall\
 , wo Mutter und Kind wieder zueinanderfanden. Doch damit droht er die fals
 che Identität von Katrine aufzudecken. Denn ehedem hieß sie Vera und war e
 ine Bürgerin der DDR\, die sich in den 1960er-Jahren von der Stasi als Age
 ntin anwerben ließ\, um unter dem Deckmantel eines NS-Opfers\, eben jener 
 Katrine\, den norwegischen Klassenfeind auszuspähen. Jetzt will sie im Arc
 hiv des ehemaligen Lebensborn-Kinderheims „Sonnenwiese“ die Namen der drei
  Zeugen löschen\, welche die „echte“ Katrine noch gekannt haben. Die war s
 einerzeit aus der DDR geflohen\, um in Norwegen ihre Mutter zu suchen – un
 d von der Stasi umgebracht worden\, da Veras gefälschte Identität auf dem 
 Spiel stand. Regisseur Georg Maas bezieht sich mit dieser Story auf histor
 ische Begebenheiten. Eine Reportage des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ 
 hatte darüber berichtet\, dass die DDR junge Menschen als Spione verpflich
 tete\, die während der NS-Zeit in „Lebensborn“-Heimen zur Welt gekommen od
 er dorthin geschafft worden waren. Man benutzte auch deren Biografien\, um
  weitere Späher zu rekrutieren.Durch die Art\, wie das Drehbuch die Spitze
 ltätigkeit der Heldin motiviert\, zeigt es die Täterin vor allem als Opfer
  eines skrupellos-totalitären Regimes. Dass sie sich in jungen Jahren als 
 Spionin anwerben ließ\, begründet der Film damit\, dass die elternlose Ver
 a selbst in einem Heim aufgewachsen ist und sich nach Zuwendung sehnte. Di
 e Stasi nutzte ihre Bedürftigkeit aus und bot sich als Ersatzfamilie an. M
 it der Zeit konnte sich Vera/Katrine aber lösen: gerade indem sie sich die
  Lebensgeschichte eines norwegischen Lebensborn-Kindes anverwandelte\, wur
 de ihr wahre Mutterliebe zuteil\, auf die sie nun keinesfalls mehr verzich
 ten will.Der Film erzählt das Schicksal seiner Heldin mit Rückblenden\, we
 lche die Natur des unterschiedlichen Filmmaterials\, Körnung\, Farbe und K
 ontrast\, meisterhaft dazu nutzt\, die Atmosphäre der einzelnen Zeitepoche
 n und Schauplätze einzufangen. Überzeugend vermittelt die immer wieder auf
  die Hauptfigur zufahrende Kamera\, wie sich die Vergangenheit unversehens
  an sie herandrängt. Und mit Hilfe des differenzierten\, sensiblen Einsatz
 es von Licht entpuppt sich das häusliche Glück allzuschnell als trügerisch
 er Schein. Immer feinmaschiger webt die Dramaturgie das Verhängnis um die 
 Protagonistin\, bis schließlich die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Vera m
 uss Katrines Mutter schließlich gestehen\, dass sie nicht ihre wirkliche T
 ochter ist\, sondern vielmehr an deren Tod mit Schuld trägt.Eine feinfühli
 ge Darstellung der Gefühle\, die ihre Offenbarung in der Familie auslöst\,
  bleibt der Film allerdings schuldig. Die Inszenierung rückt die persönlic
 he Tragödie einer Stasi-Agentin in den Mittelpunkt. Ihr Schicksal dient al
 s eine Art Spiegel für die Seelenlage der sozialistischen Aufbau-Generatio
 n. Diese stellte sich\, so kann man „Zwei Leben“ verstehen\, dem skrupello
 sen System aus Dankbarkeit und dem Verlangen nach Zugehörigkeit zur Verfüg
 ung. Vera/Katrine kommt erst zur Einsicht\, als sie ihre eigene Familie ve
 rraten und nach Kuba fliehen soll\, um den Geheimdienst zu decken. Der Fil
 m lässt den Zuschauer daran Anteil nehmen\, dass die Heldin ihr privates G
 lück nicht verteidigen kann. Als sie sich stellen will\, gerät sie in aktu
 elle Lebensgefahr.Damit entlastet der Film die Agentin als Täterin: Man ka
 nn nicht allein gegen einen kalten Apparat antreten. Dadurch die Zerstörun
 g von Veras Existenz aber von den unbequemen Recherchen des Anwalts ausgeh
 t\, fragt man sich\, ob „Zwei Leben“ im Ganzen nicht das Projekt der juris
 tischen Aufklärung totalitären Unrechts in Zweifel zieht\, da diese das Gl
 ück eines einzelnen\, der immer auch Opfer ist\, zerstört.Heidi Strobel\n 
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