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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €Deutschland 2012Kinostart: 8. August 2013\n90 
 MinutenFSK: ab 6\; f  Regie &amp\; Buch: Aron Lehmann      Kamera: Cristia
 n Pirjol    Musik: Boris Bojadzhiev    Schnitt:  David Hartmann    Darstel
 ler: Robert Gwisdek (Lehmann)\, Jan Messutat (Kohlhaas)\, Thorsten Merten 
 (Herse)\, Rosalie Thomass (Lisbeth)\, Michael Fuith (Heinrich)\, Heiko Pin
 kowski (Rainer)Filmverleih: missingFILMs\, SCOPE\nFilmhomepage\, Wikipedia
 \, Programmkino.de\, alle Daten zum Film auf Filmportal.de\,  FAZ    Press
 espiegel \nPublikumspreis beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2013Festival 
 des deutschen Films\, Filmkunstpreis 2013Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpomm
 ern\, Nachwuchsförderpreis 2013Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)\, 
 Prädikat besonders wertvoll  Achtung Berlin 2013 new berlin film award\, B
 este Regie \nKurzkritik Filmdienst\nIn einem abgelegenen bayrischen Dorf m
 öchte ein junger Filmemacher Heinrich von Kleists Drama 'Michael Kohlhaas'
  verfilmen. Doch gleich am ersten Drehtag werden ihm alle Fördergelder ges
 trichen. Der Regisseur versucht\, die fehlenden Mittel durch Fantasie und 
 Wahrhaftigkeit zu ersetzen\, und spannt dazu auch die Bewohner des Dorfs e
 in\, in dem der Film entsteht. Doch die Spannungen im Filmteam\, aber auch
  zwischen Filmteam und Dorfbevölkerung eskalieren. Eine intelligente\, dab
 ei höchst unterhaltsame Tragikomödie über das Filmemachen zwischen kreativ
 en Visionen\, menschlichen Schwächen und Sachzwängen. - Sehenswert ab 12.
 \n{youtube}EBrzkrK64SU{/youtube}\n \nausführliche Kritik Filmdienst„Also i
 ch will gar nicht lange drum rum reden. Die Produzenten sind ausgestiegen\
 , die Förderung ist geplatzt\, und das Restgeld ist auch weg.“ Der junge R
 egisseur (Robert Gwisdek) sitzt auf einem Pferd und sagt seinem Team die b
 ittere Wahrheit: Er steht vor dem Nichts. Selbst das Pferd wird ihm weggen
 ommen und der unbezahlte Busfahrer lässt das Filmteam auf der Wiese stehen
 . Dabei hatte alles gut angefangen: die Finanzierung für ein Historiendram
 a nach Heinrich von Kleist\, für den „Michael Kohlhaas“\, hatte das Team i
 n der Tasche\; der erste Drehtag mit „Pferden\, Rüstungen und Feuer“ war e
 in großer Erfolg. Nun aber sind nicht nur die üppige Ausstattung und die p
 yrotechnischen Effekte passé\, das Geld reicht nicht einmal mehr für die U
 nterkunft. Aber der Jungfilmer spornt den kreativen Mut der Resttruppe an:
  „Wir sind hierhergekommen um ein historisches Epos zu drehen und das hist
 orische Epos wird wahrscheinlich nicht so aussehen\, wie wir uns das vorge
 stellt haben...“ Tatsächlich wird alles anders: Michael Kohlhaas wird aus 
 preußischen Gefilden in das bayrische Dorf Speckbrodi verlegt\, wo es Gast
 freundschaft\, aber kein Bargeld gibt\, und Heinrich\, Brauereibesitzer un
 d „Bürgermeister in der siebten Generation“ den abgesprungenen Produzenten
  ersetzt. Der mürrische Hauptdarsteller (Jan Messutat) muss statt auf eine
 m Pferd eine Kuh reiten\, der König sitzt statt auf einem Thron auf einer 
 Kloschüssel\, und die fehlenden Requisiten\, Schwerter und alten Feuerwaff
 en werden durch ausdrucksstarke Pantomime ersetzt\, Statisten und Komparse
 n werden aus der Laienspielgruppe des Dorfes rekrutiert. Am Anfang ist noc
 h alles harmonisch\, die Blaskapelle der freiwilligen Feuerwehr spielt „Ho
 ch auf dem gelben Wagen“\, aber schon bald ist das Team genervt von der Ge
 meinschaftsunterkunft\, dem Matratzenlager auf dem Boden der Gaststube. Al
 lein die blonde Hauptdarstellerin ist Feuer und Flamme für das Projekt: „E
 ines Tages wirst du dankbar sein\, dass sie dir die Förderung gestrichen h
 aben“\, sagt sie\, nimmt sich aber vorsichtshalber auf eigene Kosten ein H
 otelzimmer. Aron Lehmann beschreibt in seinem Spielfilmdebüt die Entstehun
 g eines Films gegen alle Widrigkeiten\, mit fröhlichem Sarkasmus und durch
 aus poetisch. Die Situationskomik ist trocken und lakonisch\, wenn der Hau
 ptdarsteller nach einer gemeinsamen Feier von Filmteam und Dorfbewohnern d
 as Set vorzeitig verlassen will und die Dorfbevölkerung sich zunehmend geg
 en die kreativen Invasoren zur Wehr setzt. Der Film erzählt zwei parallele
 \, aber ineinander verschlungene Handlungen: zum einen inszeniert Aron Leh
 mann über die gedrehten Spielszenen und die Visionen des Regisseurs eine f
 ast experimentelle Version der Kleist‘schen Novelle\, die sich angenehm vo
 m filmischen Historiendrama unterscheidet\, zum anderen eskalieren die Spa
 nnungen im Filmteam selbst und die zwischen Filmteam und Dorfbevölkerung. 
 Es geht in diesem Debüt aber auch um den Kampf von Fantasie und Vorstellun
 gskraft gegen die Verhältnismäßigkeit der Mittel und die Sachzwänge. Hier 
 hat der Film mehr von Cervantes` „Don Quijote“ als von Kleists gekränktem 
 Verbrecher aus verlorener Ehre\, besonders wenn der Regisseur am Ende nach
  dem definitiven Zerwürfnis mit seinem Hauptdarsteller und nach dem drehbu
 chgerechten Tod seiner Muse selbst die Rüstung anlegt und mit zwei Getreue
 n gegen den bösen Ritter Tronka anreitet\, den Bürgermeister von Speckbrod
 i und seine Schergen von der freiwilligen Feuerwehr\, die die Dreharbeiten
  endgültig satt haben. „Kohlhaas oder Die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ 
 ist ein tragikomischer Film über den kreativen Prozess\, über das Zusammen
 treffen ganz unterschiedlicher Welten und ein melancholischer Diskurs über
  den Sieg der Vorstellungskraft über die Widrigkeit der Realität.Wolfgang 
 Hamdorf https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/125-kohlhaas-ode
 r-die-verhältnismäßigkeit-der-mittel.html
DTSTART:20140110T193000Z
DTEND:20140110T213000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel
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