Blade Runner (1982/1993 – Director's Cut) – Einführung & Gespräch mit dem Philosophen Dr. Achim Sohns

  Donnerstag, 13. Oktober 2022 - 19:00 bis - 22:00

Erster Teil unserer Filmreihe
"Philosophisches Kino – Mensch und neue Technologien"
Philosophisches Kino heißt: Vortrag durch Dr. Achim Sohns, der die philosophische Struktur des Films offenlegt – Film sehen/Film diskutieren (Philosophische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.)
Was bedeutet es für das menschliche Selbstbewusstsein, seine Selbstwahrnehmung, wenn sich Maschinen in selbstreferentiellen Prozessen autonom entwickeln, anfangen autonom mit ihm zu kommunizieren und wenn Menschen künstliche von Maschinen oder rein gentechnisch gefertigte Bestandteile, Maschinenteile, in sich tragen? Wird der emphatische Homo ludens, der spielende Mensch, überflüssig oder bilden die neuen Verbindungen eine neue Realität und Qualität?
In Kooperation mit der Philosophischen Praxis OIKOS Hannover (Dr. Achim Sohns)

 

Eintritt: 7,50 €

USA 1982
Kinostart: 14. Oktober 1982
112 Minuten
FSK: ab 16; f

Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Hampton Fancher und David Peoples 
Kamera: Jordan Cronenweth
Schnitt: Terry Rawlings 
Effekte: Douglas Trumbull · Matthew Yuricich · David Dryer
Musik: Vangelis
 

Darsteller:
Harrison Ford (Rick Deckard) · Rutger Hauer (Roy Batty) · Sean Young (Rachael) · Daryl Hannah (Pris) · Edward James Olmos (Gaff) · M. Emmet Walsh (Bryant) · Joe Turkel (Dr. Eldon Tyrell) · Brion James (Leon Kowalski) · William Sanderson (J.F. Sebastian) · Joanna Cassidy (Zhora) · James Hong (Chew) · Morgan Paull (Holden)

WIKIPEDIA
 
Kritiken: 
 

Trailer (217 Sekunden):   

 

Filmdienst:
Vor der Szenerie einer gigantischen Großstadt des Jahres 2019 spielt die Geschichte eines Spezialdetektivs, eines "Blade Runners", der vier künstliche Menschen ausfindig und unschädlich machen soll, deren humane Qualitäten er schätzen lernt. Zum Teil brillant in der Schilderung der Aura dieser Zukunftswelt und durchaus beachtenswert in der humanen Kernbotschaft, auch wohltuend ruhig und gelassen inszeniert. Dennoch kein ganz gelungener Film, da er über seiner frappant detailgenauen futuristischen Technik Handlungsführung und Charakterzeichnung vernachlässigt. Im April 1993 kam die vom Regisseur autorisierte Fassung ("Director's Cut") in die Kinos, in der der überflüssige Off-Kommentar der ersten Kinofassung getilgt wurde; ferner bleibt das Ende des Films nun offen und hat nicht mehr den optimistischen, aufgesetzt wirkenden Schluss. Der 2007 erschienene "Final Cut" behält die Änderungen des "Director's Cut" bei und ergänzt sie durch weitere Special Effects, ohne in die Substanz des Filmes einzugreifen. Der "Final Cut" ist in inhaltlicher und besonders formal-technischer Hinsicht die beste Variante des Films und ein Meisterwerk des Genre-Kinos. – Sehenswert ab 16.