Sonderveranstaltung: Das perfekte Schwarz

  Montag, 16. Dezember 2019 - 19:30 bis Montag, 16. Dezember 2019 - 21:20
Treffer: 506

 

Das perfekte Schwarz – Ein dokumentarisches Essay über das perfekte Schwarz

 

Eintritt: 5 Euro
Reservierung

Dokumentarfilm Deutschland 2019
Uraufführung: 24. Oktober 2019 im Rahmen der Hofer Filmtage
Kinostart: 2020
78 Minuten

Regie/Drehbuch: Tom FröhlichWebseite von Tom Fröhlich
Produzent: Jürgen Kleinig, Neue Celluloid Fabrik
Kamera: Michael Throne
Schnitt: Tom Chapman
Ton: Perschya Chehradzi

Trailer

Sechs Menschen, sechs Ideen vom Leben, sechs Definitionen von dem einen perfekten Schwarz.
Eine dieser sechs Menschen ist Dorothea Stockmar aus Celle.

Festivaltext der Hofer Filmtage:
Sechs Menschen offenbaren ihre eigene Interpretation vom perfekten Schwarz und ihre Suche danach. Eike Günther ist Astrophysiker und hat sich auf die Entdeckung erdähnlicher Planeten spezialisiert – das perfekte Schwarz kann er definieren, aber nie finden. Das Echo des Urknalls ist schließlich überall. Es ist der Moment, in welchem Menschen ihre Masken fallen lassen. Kurz nachdem Gerhard Wiesbeck diesen Satz beendet, färbt er sein Gegenüber mit der Tattoonadel schwarz. In den Tiefen unserer Ozeane, dort wo kein Licht hinfällt, gibt es Leben. Und Meeresbiologen wie Antje Boetius erforschen es. Die schwarze Tiefe ist ihr Zuhause.

Einige Synästhesisten können Farben mit Tönen verknüpfen. Katja Krüger hat diese Fähigkeit und als Musikerin kann sie das perfekte Schwarz hörbar machen. Dorothea Stockmar ist Künstlerin und ausgebildete Trauerbegleiterin. Sie sagt, das perfekte Schwarz ist viel wichtiger als Leben oder Tod, weil es allem die Kontur gibt. Dieter Kirchner hat ewige Jahre gesucht, bis er das Schwarz in einem Obsedianstein fand. Aus ihm entwickelte er eine Druckformel, die es unseren Augen erlaubt, Bilder in ihrer Wirklichkeit zu sehen. Was ist das perfekte Schwarz? Die Antwort darauf ist vielleicht die, dass es keine gibt.


Filmtext der Produktuionsfirma Neue Celluloid Fabrik:
Sechs Menschen offenbaren ihre eigene Interpretation vom perfekten Schwarz und ihre Suche danach.

Die Geschichte beginnt mit dem Blick durch ein riesiges Teleskop im Thüringer Wald. Nachtschicht für Dr. Eike Günther. Der Astrophysiker hat sich auf die Entdeckung erdähnlicher Planeten spezialisiert – das perfekte Schwarz kann er definieren, aber nie finden. Denn physikalisch gibt es Schwarz nur als Definition auf dem Papier.
Es ist der Moment in welchem Menschen ihre Masken fallen lassen. Ein Moment von Liebe. Kurz nachdem Gerhard Wiesbeck diesen Satz beendet, widmet er sich wieder dem komplett schwarzen Muster, dass er auf den Rücken seines Gegenüber tätowiert. Wiesbeck färbt Körper komplett schwarz.
Auch in den Tiefen unserer Ozeane, dort wo kein Licht hinfällt, gibt es Leben. Und Meeresbiologen wie Prof. Dr Antje Boetius erforschen es. Die schwarze Tiefe ist ihr Zuhause.
Schwarz hören. Einige wenige Synästhesisten können Farben mit Tönen verknüpfen. So selten schon die Verbindung von Gefühlen mit Farben ist, so einzigartig ist dieses Hören von Farben. Katja Krüger hat diese Fähigkeit. Und als Musikerin kann sie ihn hörbar machen diesen Ton, auch wenn nur sie ihn fühlt.
Wenn man sein Leben dem Tod widmet – dann lebt man im Schwarz. Völlig falsch sagt Dorothea Stockmar, Künstlerin und ehemaliger Teil der Hospizbewegung. Trauer und Tod sind bunt – so wie alles bunt ist was zum Leben gehört. Das perfekte Schwarz ist viel wichtiger als Leben oder Tod, es gibt uns die Chance etwas zu sehen, weil es Allem die Kontur gibt.
Was ist das perfekte Schwarz? Die Antwort darauf ist vielleicht die, dass es keine gibt. Die Sinnsuche der sechs Protagonisten dient als Metapher für all die Momente, in denen wir die Antwort zu kennen denken.