Manifesto (Seite ist unfertig)

  Donnerstag, 12. April 2018 - 20:00 bis - 21:35

Eintritt: 5 Euro

Deutschland/Polen 2017
Kinostart: 18. März 2018
119 Minuten
FSK: ab16; f
FBW: Prädikat besonders wertvoll

Produktion: Frieder Schlaich und Irene von Alberti (Der lange Sommer der Theorie)

Regie und Drehbuch: Robert Schwentke
Kamera: Florian Ballhaus
Schnitt: Michał Czarnecki
Musik: Martin Todsharow
 

Darsteller:
Max Hubacher (Willi Herold), Frederick Lau (Kipinski) Milan Peschel, Bernd Hölscher, Waldemar Kobus, Alexander Fehling, Samuel Finzi

Filmseite des Produzenten Filmgalerie451 mit einem Interview mit Regisseur Robert Schwentke
Filmhomepage, Wikipedia, Programmkino.de - alle Daten zum Film auf Filmportal.de

Neugier, Stilwillen, Mut 
Das 39. Filmfestival Max Ophüls Preis (22.1.-26.1.) eröffnet mit "Der Hauptmann" von Robert Schwentke
von Rüdiger Suchsland

Nach zahlreichen Hollywood-Erfolgen (FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR;  R.E.D. – ÄLTER, HÄRTER, BESSER) kehrt Robert Schwentke mit DER HAUPTMANN nach Deutschland zurück und erzählt eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, die tief in menschliche Abgründe blickt. Zu den grandiosen Darstellern zählen neben Nachwuchstalent Max Hubacher auch Frederick Lau, Milan Peschel und Alexander Fehling.
Das filmästhetisch wie inhaltlich beeindruckende Werk legt Mechanismen des Nationalsozialismus in selten gesehener Konsequenz offen. Das Filmfestival Max Ophüls Preis trägt damit gerade in Zeiten des politischen Werteverfalls auch seinem Namensgeber Rechnung.

Zum Inhalt: In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs findet der junge Gefreite Willi Herold auf der Flucht eine Hauptmannsuniform. Ohne zu überlegen streift er die ranghohe Verkleidung und die damit verbundene Rolle über. Schnell sammeln sich versprengte Soldaten um ihn – froh, wieder einen Befehlsgeber gefunden zu haben. Aus Angst enttarnt zu werden, steigert sich Herold nach und nach in die Rolle des skrupellosen Hauptmanns und verfällt dem Rausch der Macht.
DER HAUPTMANN zeigt auf eindringliche Weise, wie selbst im Chaos der letzten Kriegstage etablierte Befehlsketten und Machtmechanismen funktionieren, und stellt den Zuschauer vor die Frage: Wie würde ich handeln?
Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem diesjährigen Toronto International Film Festival. Für seine herausragende Kameraarbeit wurde Florian Ballhaus beim San Sebastián Film Festival 2017 mit dem Jurypreis für die Beste Kamera ausgezeichnet.

 


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Kurzkritik Filmdienst
 

Trailer (115 Sekunden):



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