achteinhalb

Kino & Kultur e.V.

Kenneth Branagh - Die Zauberflöte

FREITAG   10. April um 20.30 Uhr
SAMSTAG  11. April um 20.30 Uhr

Eintritt: 5,00 Euro

50% der Karten sind reservierbar, mindestens 50% gehen auf jeden Fall über die Abendkasse in den freien Verkauf. Reservierungen sind möglich per Mail an achteinhalb@web.de bis 15 Uhr am Tag der Vorstellung. Sie erhalten auf jeden Fall eine Rückmail entweder mit einer Reservierungsbestätigung oder einer Info, dass Ihre Reservierung nicht mehr möglich war. Das achteinhalb öffnet spätestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Die Karten bitte bis 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen, da diese ansonsten - sorry - in den freien Verkauf gehen. Bitte sprengen Sie nicht unsere Kasse, bezahlen Sie möglichst nicht mit 50 Euro Scheinen.

Kurzbeschreibung

Kurzkritik aus dem Filmdienst:
Mozarts Oper "Die Zauberflöte" vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, in dessen Wirren Soldat Tamino in eine seltsame, surreale Parallelwelt gerät, in der er die Tochter der Königin der Nacht retten soll. Atemberaubende Bilder, eine vorzügliche Montage, die geschickt Mozarts Musik aufgreift, sowie gute stimmliche Leistungen der Sänger/Darsteller ergänzen sich zu einer originellen Opern-Adaption.

KURZINHALT
Am Vorabend des Ersten Weltkrieges bricht Tamino zu einer gefährlichen Reise auf, um Pamina, die bezaubernde Tochter der Königin der Nacht, zu befreien. Eine Suche nach Liebe, Licht und Frieden in einer Welt voller Dunkelheit, Tod und Zerstörung.
Mozarts klassische Oper DIE ZAUBERFLÖTE als spektakuläre Filmversion, erdacht und inszeniert von Kenneth Branagh, mit einem von Stephen Fry neu übersetzten Libretto.

Anfang des 20. Jahrhunderts. Gerade hat der Krieg begonnen. Kommandeur Tamino führt seine Soldaten in die Schlacht und wird schwer verwundet. Glücklicherweise retten ihn drei Lazarett-Schwestern und führen ihn in eine Art Parallel-Universum. Wieder zu Kräften gekommen, wird er von der Königin der Nacht aufgesucht. Die zwielichtige Dame gibt ihm den Auftrag, ihre geliebte Tochter Tamina zu befreien, die der durchtriebene Sektenführer Sarastro in sein Schattenreich entführt haben soll. Anfänglich zögert der junge Soldat. Doch nach Anblick eines Fotos der Entschwundenen verliebt er sich unsterblich in sie und macht sich sogleich auf den Weg. Begleitet wird er vom Vogelfänger Papageno, der ebenfalls hofft, die wahre Liebe zu finden. Ein gefährliches Abenteuer nimmt seinen Lauf, von dessen Ausgang das Schicksal der gesamten Menschheit abhängt.

Mozarts Oper  Die Zauberflöte in Wikipedia

Filmdaten

Originaltitel: The Magic Flute
Großbritannien/Frankreich, 2006
Kinostart: 3. Januar 2008 
Musikfilm, Literaturverfilmung 
Scope
OMU, Englisch mit deutschen Untertiteln
Verleih: Salzgeber in Berlin
Länge: 135 Minuten
FSK: ab 12
 
Regie: Kenneth Branagh
Buch: Stephen Fry, Kenneth Branagh
Buchvorlage: Emanuel Schikaneder (Libretto)
Kamera: Roger Lanser
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Schnitt: Michael Parker
Darsteller: Joseph Kaiser (Tamino), Amy Carson (Pamina), René Pape (Sarastro), Lyubov Petrova (Königin der Nacht), Benjamin Jay Davis (Papageno), Silvia Moi (Papagena), Tom Randle (Monostatos)

Filminfo vom deutschen Verleih (Salzgeber)
Offizielle Website zum Film (Skyline Films)
Film-Homepage vom britischen Verleih (Revolver)

Kritiken & Infos zu diesem Film via URLs/Links

Presseschau:
angelaufen.de
Film-Zeit.de


Presse:
Die Welt: Mozarts Zauberflöte pfeift im Schützengraben

Das WEB:
Gilde deutscher Filmkunsttheater über Die Zauberflöte
kino-zeit.de
mit Trailer


FILMZ - umfangreiche Linksammlung zu Artikeln über diesen Film: FilmZ.de

ausführliche Kritik aus dem Film-Dienst

Eine Wolke, eine blumenreiche Wiese mit vereinzelten Bäumen und eine Hand, die eine kleine blaue Blume pflückt und zu sich hinabzieht in den Schützengraben. Ein Kurier läuft durch die Gräben, die Kamera folgt, ein Schmetterling fliegt ins Bild. Der Beginn aus Kenneth Branaghs neuem Film lässt vieles vermuten – und wäre da nicht die Ouvertürenmusik aus Mozarts Oper, würde sicherlich kaum jemand „Die Zauberflöte“ erahnen: Einer Flöte, die hier ihren Platz zur Zeit des Ersten Weltkriegs gefunden hat. Für Theaterpuristen sicherlich wie immer von vornherein ein Grund zur Ablehnung. Shakespeare, Shelley und Schikaneder. Einzig das „S“ im Anfangsbuchstaben stellt bei letzterem eine direkte Verbindung zu den vorigen Namen her. Für Branagh, der sich als Shakespeare-Kinointerpret einen Namen gemacht und Mary Shelleys „Frankenstein“ neu verfilmt hat, ist es die erste Begegnung mit einer Oper überhaupt, natürlich vom Regiestuhl aus gesehen.
Eines scheint ihn und den Librettisten und Theater-Intendanten Emanuel Schikaneder jedoch zu verbinden: der Hang zu Effekten und aufwendigen Dekorationen. Während sich, um mit einem der wenigen Negativpunkte des Films zu beginnen, der britische Literaturspezialist mit den CGI-Effekten mächtig verhebt, kann er an anderer Stelle auftrumpfen: Seine Opernverfilmung lebt und atmet – und das ist in diesem schwierigen Genre durchaus nicht selbstverständlich. Das von Stephen Fry übersetzte und gemeinsam mit Branagh bearbeitete Libretto wurde behutsam aufgefrischt und mit einer geschickten Mischung aus Bühnentheatralik und filmischer Visualisierung umgesetzt. Die für Mozarts Musik so typischen Rhythmus- und Tempiwechsel werden vom exzellenten Schnitt dankbar aufgenommen und geben den mitunter opernhaft wirkenden Bildern eine starke filmische Präsenz. Stephen Fry und Mozart? Humor spielt in dieser Verfilmung ganz klar eine große Rolle: Wenn der gut aufspielende Papageno (Benjamin Jay Davis) seinen im ganzen Film dominierenden Monty Python-Stil vor der Kamera entfesselt, bleibt kaum ein Auge trocken, und da ist auch so manche mimische Übertreibung verzeihlich – es handelt sich bei den Darstellern schließlich immer noch um hauptamtliche Opernakteure. Während an deutschen städtischen Bühnen oft der bloße Pragmatismus als Entscheidungskriterium herhalten muss, bedient sich Branagh bei der medienwirksamen Besetzung der Titelrollen mit auch äußerlich attraktiven Hauptdarstellern. Die Angela Gheorghiu und der Roberto Alagna dieses Films sind die sehr junge Amy Carson und Joseph Kaiser. Hübsch und gut zueinander passend, funktioniert das auch stimmlich überzeugende Paar sehr gut. Vielleicht ist gerade das Timbre der noch nicht ganz reifen Stimme von Carson besonders reizvoll. Akkurat und geradlinig in der Stimmführung und in Kolloraturen überzeugt in Branaghs Film neben der musikalischen Dramaturgie auch das gesamte Ensemble und das Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von James Conlon. 
Mike Beilfuß
Kritik aus film-dienst Nr. 1/2008